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Luftfilteranlagen gegen Viren & Co. : Mit OP-Saal-Technik in der Gastronomie

Luftfilteranlagen gegen Viren & Co. : Mit OP-Saal-Technik in der Gastronomie

Saubere Luft in Corona-Zeiten – das versprechen neue Filteranlagen, die jetzt im Café Central in der Ronsdorfer Innenstadt eingesetzt werden.

Geschäftsführer Markus Kärst, der auch das Kromberg in Remscheid mit Hotel und Restaurant leitet und mit Catering und Veranstaltungs-Eevents in der Gastronomie tätig ist, hat seine Betriebe mit diesen Anlagen ausgestattet.

Die kalte Jahreszeit und das jetzt häufige Aufhalten in geschlossenen Räumen haben den Unternehmer dazu bewogen, Gäste und Personal noch optimaler schützen zu wollen. Die Luftfilteranlagen sind jetzt in seinen Betrieben aktiv – fürs Catering in privaten oder Firmenräumen gibt es mobile Geräte.

Die Anlagen arbeiten mit Kohle- und Hepa-Filtern, die auch in Operationsräumen eingesetzt werden. Automatisch erkennt das Gerät die Partikel in der Luft, schaltet sich ein, saugt die verbrauchte Luft an und gibt gefiltere und gereinigte in den Raum zurück. Die Luft ist zu 99,97 Prozent von Bakterien, Viren, aber auch von unangenehmen Gerüchen gesäubert. Stoßlüften ist somit nicht mehr nötig, die leichte Belüftung reicht völlig aus.

Bei geringem Stromverbrauch arbeiten die Geräte günstiger als Klima-Anlagen und sind weitaus umweltfreundlicher, als beispielsweise Heizpilze für den Außenbereich. Und auch wichtig: Die Anlagen werden vom Bund im Rahmen der sogenannten „Unterstützungshilfe 2“ gefördert.

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Markus Kärst: „Wir erwarten 70 bis 80 Prozent Einbußen in diesem Jahr, wir mussten bisher keine Mitarbeiter entlassen und konnten die Arbeitsplätze mit Kurzarbeit auffangen. Die Aushilfen weiter zu beschäftigen, war aber nicht möglich. Jetzt hoffen wir, mit den Filteranlagen den Gästen mehr Sicherheit zu geben und denken auch, dass kleinere Feiern in unseren Räumen sicherer sind als zu Hause.“

Kärst appelliert außerdem an alle Firmen, die ihre Weihnachtsfeiern stornieren mussten: „Bitte schenken Sie Ihren Mitarbeitern Essensgutscheine als Wertschätzung und Unterstützung der heimischen Gastronomen.“

Falls die Auslastung in den Wintermonaten gut sein sollte, denkt Markus Kärst für das Café Central darüber nach, ein beheiztes Zelt im Außenbereich auf 50 Plätze zu erweitern.