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Energiespa-Vorschläge: Wuppertaler CDU mahnt Ausgewogenheit an​

Vorschläge der Verwaltung : Energiesparen: CDU mahnt Ausgewogenheit an

Mit Blick auf die von der Stadtverwaltung vorgestellten Maßnahmen zur Reduzierung des Gasverbrauches im Winter und zur Vorbereitung auf einen eventuellen Gasmangel mahnt die Wuppertaler CDU an, „sozial- und gesellschaftspolitische Aspekte“ mitzubedenken. Sie dürften nicht einseitig zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie von Kindern und Jugendlichen gehen.

„Wir befinden uns aktuell in einer schwierigen Situation. Die Energieversorgungslage wird im Herbst und Winter angespannt sein, doch wie schlimm es uns treffen wird, ist schwer abschätzbar. Deshalb ist es gut, dass die Stadtverwaltung Vorsorge trifft und Maßnahmen zur Reduzierung des Gasverbrauches und zur Vorbereitung einer möglichen Gasmangelsituation erarbeitet und prüft. Dies darf jedoch nicht einseitig zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer innerhalb der Stadtverwaltung oder der Kinder und Jugendlichen gehen“, so die Fraktionsvorsitzende Caroline Lünenschloss.

Gerade die Kinder und Jugendlichen hätten nach zwei Jahren Corona-Pandemie so vieles nachzuholen: „Da muss die mögliche Schließung von Jugend- und Bildungseinrichtungen in den Wintermonaten in der höchsten Eskalationsstufe sorgfältig abgewogen sein. Wir erwarten hier eine sehr genaue Prüfung aller Vor- und Nachteile, die nun erst einmal erfolgen soll.“

Der Fraktionsvorsitzender Ludger Kineke: „Man muss bei den vorgestellten Maßnahmen durchaus fragen, wie viel Energiemenge in der Gesamtsumme tatsächlich durch die geplante Verlagerung einer großen Zahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Homeoffice eingespart wird, denn die Energiemenge, welche die Stadtverwaltung einspart, wird womöglich nur an anderer Stelle – nämlich zu Hause – mehr verbraucht. Auch darf es nicht passieren, dass die Kosten für Strom und Wärme am heimischen Schreibtisch vollständig auf den Arbeitnehmer verlagert werden.“

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Sportstätten sowie Jugend-, Sozial- und Kultureinrichtungen möglicherweise komplett aus der Nutzung zu nehmen, halte man für das falsche Signal. „Wir sind in den nächsten Monaten alle angehalten, uns zurückzunehmen, Energie zu sparen und gleichzeitig enorme Kostensteigerungen auf allen Ebenen zu bewältigen. Den Menschen, gerade Kindern und Jugendlichen, die Möglichkeit zu nehmen, in Sporthallen ihrem Vereinssport nachzugehen oder sich in Jugendeinrichtungen mit ihren Freunden zu treffen, sollte sehr gut überlegt und die gesellschaftlichen und sozialpolitischen Konsequenzen, die dadurch entstehen, müssen unbedingt mitbedacht werden“, meint der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sportpolitische Sprecher Michael Wessel.