Eine Wuppertaler Schwebebahn für Beer Sheva in Israel

Älteste deutsch-israelische Städtepartnerschaft : Eine Schwebebahn für Beer Sheva

Im Beisein von Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke und WSW-Geschäftsführer Markus Schlomski ist am Dienstag (3. Dezember 2019) eine maßstabsgetreue Skulptur der Schwebebahn für die israelische Partnerstadt Beer Sheva übergeben worden. Die neue Heimat der Skulptur wird der Wuppertaler Platz in der 200.000 Einwohner zählenden Großstadt in der Negev-Wüste sein.

Wuppertal und Beer Sheva in Israel sind seit 1977 Partnerstädte, es ist damit die älteste Städtepartnerschaft einer israelischen und deutschen Stadt. Seit 1983 gibt es in Wuppertal den Freundeskreis Beer Sheva, der den Kontakt beider Städte intensiv pflegt. 2018, im Jubiläumsjahr des Staates Israel, entstand die Idee, der israelischen Partnerstadt eine Schwebebahn zu stiften. Die Initiative ging vom Vorsitzenden des Freundeskreises Beer Sheva, Arno Gerlach, und dem damaligen Stadtwerke-Chef und heutigen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Andreas Feicht aus.

Das Schwebebahn-Modell im Maßstab 1:12,5 samt Gerüst wurde in rund 100 Arbeitsstunden in den WSW-Werkstätten gefertigt. WSW-Geschäftsführer Markus Schlomski übergab das vier Meter lange Modell in Anwesenheit von Oberbürgermeister Andreas Mucke an den Vorsitzenden des Freundeskreises, Arno Gerlach. Der Freundeskreis organisiert den Transport der Skulptur nach Israel.

Das Geschenk der Wuppertaler Stadtwerke steht in einer langen Tradition. Bereits in den 1960er Jahren besuchte der Wuppertaler Oberbürgermeister, WSW-Aufsichtsratsvorsitzende und spätere Bundespräsident Johannes Rau erstmals Beer Sheva. Für den gebürtigen Wuppertaler war das deutsch-israelische Verhältnis – die Aussöhnung nach den unsäglichen Verbrechen des so genannten „Dritten Reiches“, der Shoah. Es war ein Fixpunkt seiner Politik.

Die Schwebebahnskulptur wurde am Beer-Sheva-Ufer in Barmen übergeben. Foto: WSW

WSW-Geschäftsführer Markus Schlomski sieht die Schwebebahn-Skulptur als Zeichen der Jahrzehnte langen Freundschaft beider Städte: „Wenn in Zukunft Kinder unter der Schwebebahn an der Wupper wie am Wuppertaler Platz in Beer Sheva spielen, hat unser Werk seinen Zweck erreicht.“ Arno Gerlach vom Freundeskreis Beer Sheva versteht sie als „Friedensbotschafter“ und merkte augenzwinkernd an, die Schwebebahn könnte eine Lösung der Verkehrsprobleme der wachsenden Partnerstadt sein. Geplant ist aktuell, dass Beer Sheva zur Lösung seiner Verkehrsprobleme in den kommenden Jahren ein Straßenbahnnetz aufbauen wird.

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