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Die Hanfpflanze – ist der schlechte Ruf gerechtfertigt?

Cannabis : Die Hanfpflanze – ist der schlechte Ruf gerechtfertigt?

Hanf hat hierzulande einen schlechten Ruf, da die berauschende Wirkung einschlägig bekannt ist. Aber tut man der Pflanze hiermit nicht Unrecht? Hanf ist die älteste Nutzpflanze der Welt und wird schon über 10.000 Jahre von den Menschen angebaut und kultiviert. Die Hanfpflanze wurde zu vielen Zwecken genutzt, aber die Herstellung von Kleidern und die Nutzung als medizinische „Allzweckwaffe“ stand immer im Vordergrund.

Besonders im chinesischen Raum war die Hanfpflanze sehr begehrt und wurde auch zur Herstellung von Papier genutzt. Auch die ersten Segeltücher wurden aus der Nutzpflanze hergestellt und dienten somit dem wirtschaftlichen Fortschritt der Menschheit. Als greifbare Beispiele müssen genannt werden, dass die erste Jeans von Levi Strauss aus Hanf hergestellt worden ist und sogar die Entwürfe der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung auf Hanfpapier verfasst wurden.

Hanf war also ein begehrtes Handelsgut und spielte in der Textil- und Papierindustrie eine entscheidende Rolle und die Seefahrt war sogar komplett auf die Pflanze angewiesen.

Wie wird Hanf heutzutage verwendet?

In der heutigen Zeit hat die Pflanze einen schlechten Ruf, da die berauschende Wirkung die Pflanze kriminalisiert hat. Viele Presseberichte drehen sich um illegalen Hanfanbau, oder den verbotenen Konsum der Pflanze.

Die Hanfpflanze ist aber immer weiter auf dem Vormarsch. Besonders Kleidung, Waschmittel oder sogar Lebensmittel bestehen immer mehr aus Hanf und teilweise entstehen hierbei wirkliche Trends. Auch zur medizinischen Nutzung wird Hanf immer beliebter. CDB-Öl, welches zwar aus der Hanfpflanze gewonnen wird, aber keine berauschende Wirkung hat, wird sogar in Apotheken verkauft und ist im Handel frei verkäuflich. Das Öl soll eine besonders schmerzlindernde Wirkung haben und wird auch bei Angst- oder Unruhezuständen immer öfter genutzt. Auch in der Krebsbehandlung soll CBD Öl gegen Übelkeit und Erbrechen helfen und sorgt gleichzeitig für eine optimale Nahrungsergänzung. CBD Öl wird oft als Salbe, oder als Creme angeboten, aber auch die orale Einnahme ist, beispielsweise durch Vollspektrum Bio-Hanftropfen durchaus möglich und sinnvoll. Günstige CBD Blüten findet man problemlos im Internet. Diese sollen besonders bei Stresszuständen helfen und werden meistens über einen Vaporizer inhaliert.

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Was ist der Unterschied zwischen CBD und THC?

Dem Wirkstoff THC hat die Hanfpflanze ihren schlechten Ruf zu verdanken. THC gilt als psychoaktiv und ist für das sogenannte „High-Gefühl“ verantwortlich. CBD wirkt hingegen nicht psychoaktiv, sondern gilt als angsthemmend und schmerzlindernd. Es wird also kein „High Gefühl“ entstehen und die gewünschte Wirkung wird auch erst nach ungefähr 30 Tagen eintreten. Nutzt man CBD-Öl als Mittel, um einen geruhsamen Schlaf zu finden, wird man auch nicht mit Nebenwirkungen zu kämpfen haben, die man teilweise bei Schlafmitteln verzeichnen kann. Besitzen Hanfpflanzen einen hohen THC Gehalt, so wurden die Pflanzen selektiv gezüchtet, um den THC-Wert immer mehr zu steigern. Wird Hanf legal gezüchtet, so wurden die Pflanzen nicht verändert und dienen somit zur Produktion einer Vielzahl von Produkten, die man im normalen Leben benötigt.

In der EU dürfen die Hanfpflanzen, welche legal genutzt werden können, einen maximalen THC-Wert von 0,2 % besitzen und werden somit nicht als berauschendes Mittel eingeordnet. Besonders die therapeutischen Eigenschaften rücken immer mehr in den Fokus und werden in verschiedenen medizinischen Studien behandelt, die auch die Unbedenklichkeit von CBD bescheinigen.