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Bürgerenergiegenossenschaft: Solaranlagen auf jedes Dach von Wuppertal

Bürgerenergiegenossenschaft : „Solaranlagen auf jedes Dach von Wuppertal“

Die Bergische Bürgerenergiegenossenschaft (bbeg) begrüßt die aktuelle Initiative zur Solarpflicht auf kommunalen Gebäuden. Sie spricht sich dafür aus, künftig „jedes geeignete Dach“ mit einer Anlage auszustatten. Wuppertal solle „vorangehen und zeigen, welche positiven Wirkungen die Nutzung aller geeigneten Dächer für Sonnenenergie auf den Klimaschutz haben kann“. Die vielen leeren Dächer seien ein enormes Potenzial.

„Zur Erreichung der Pariser Klimaziele brauchen wir eine Beschleunigung des Umstiegs auf erneuerbare Energien. In NRW werden bisher nur etwa sieben Prozent des Potenzials für die Solarstromerzeugung auf Dachflächen genutzt. Obwohl Photovoltaikanlagen für viele Gebäudeeigentümerinnen bereits jetzt eine solide Investition darstellen, wird selbst bei Neubauten noch viel zu oft keine Solaranlage installiert. Wir wollen Wuppertal zum Vorreiter der Solarenergie in der Region machen: Mit einem Grundsatzbeschluss für eine kommunale Solarpflicht“, so die Bürgerenergiegenossenschaft.

Die grüne Landtagsfraktion in NRW habe in einem Gutachten die Einführung einer landesweiten Solarpflicht prüfen lassen. „Abgesehen von der Möglichkeit, diese in Landesgesetzen umzusetzen, können Kommunen entsprechend der Ergebnisse des Gutachtens schon heute eine Errichtung von Photovoltaikanlagen in Bebauungsplänen festlegen und eine optimale Ausrichtung der Gebäude fordern“, erklärt der bbeg-Vorstand. „Mit der kommunalen Solarpflicht in Wuppertal wird künftig bei jedem Neubau und jeder Sanierung die Solarenergie mehr Verbreitung finden. Wir wollen auch als Kommune mit gutem Beispiel vorangehen – und fordern für unsere kommunalen Gebäude entsprechende Pläne, wie unsere Dächer mit Solaranlagen ausgestattet werden können.“

  • Das Bayer-Werk an der Wupper (Symbolfoto).
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  • Die Minister Andreas Pinkwart (li.) und
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  • Die CDU-Fraktionsvorsitzende Caroline Lünenschloss.
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Der Oberbürgermeister solle „mit gutem Beispiel vorangehen und die Initiative nicht nur nach Kräften unterstützen, sondern sie sich zu Eigen machen und zeigen, was in Wuppertal möglich ist, wenn die Politik die richtigen Rahmenbedingungen setzt“, heißt es. „Wer die Investitionskosten nicht selbst aufbringen kann oder will, kann eine Solaranlage auch pachten. Wir stehen in den Startlöchern, geeignete Projekte umzusetzen.“