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Bürgerantrag: „Seebrücke“ kritisiert Wuppertaler Ausländerbehörde

Unterstützung für Bürgerantrag : „Seebrücke“ kritisiert Ausländerbehörde

Die Initiative „Seebrücke Wuppertal“ unterstützt einen Bürgerantrag, der sich gegen die laut Inhalt „eklatanten Missstände in der Ausländerbehörde“ richtet.

„Der Umgang mit Hilfesuchenden in der Ausländerbehörde seit Monaten ist höchst unmenschlich. So gut wie nie ist jemand in der Behörde erreichbar, weder per Mail, noch per Telefon, noch persönlich. Niemand fühlt sich zuständig, falsche E-Mail-Adressen werden herausgegeben und Anliegen werden nicht bearbeitet. So drängt man Zugewanderte unverschuldet in eine aufenthaltsrechtliche Notlage“, so Jutta Harke von der „Seebrücke“.

Die Behörde stehe zwar schon länger in der Kritik, jedoch sei bislang von den Verantwortlichen nichts unternommen worden, um die Situation zu verbessern. „Die Stadt hat sich am 1. März zum ‚Sicheren Hafen‘ erklärt. Es ist richtig und wichtig, dass der Rat damit deutlich gemacht hat, weitere Flüchtlinge aufnehmen zu wollen. Allerdings sollte sich dies nicht in einem Lippenbekenntnis erschöpfen. Denn ,Sicherer Hafen‘ zu sein bedeutet auch, den Zugewanderten gerecht zu werden, die bereits hier und Teil unserer Stadtgesellschaft sind. Und genau das leistet die Ausländerbehörde nicht“, kritisiert Harke.

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Die Ausländerbehörde behindere „durch ihre Nicht-Erreichbarkeit“ die Inklusion der Zugewanderten: Als Seebrücke nehmen wir die dortigen Zustände nicht mehr hin und fordern sofortige strukturelle Veränderungen der Behörde, wie sie im Bürgerantrag formuliert sind.“