„Was für ein Geheimnis versteckt Innenminister Reul bezüglich der Bereitschaftspolizei vor uns?“, fragt Innenpolitiker Bialas. „Seit Monaten fordern wir Offenlegung der Pläne für die Sanierung bzw. den Neubau der Gebäude an der Müngstener Straße. Seit Monaten fordern wir wieder und wieder Zahlen zu den ja offenbar vorliegenden Plänen – aber Reul, der sich doch gern als Mann des Klartextes darstellt, speist uns mit nichtssagenden Worthülsen ab. Was soll dort gemacht werden und was kostet das im Einzelnen? Darauf verweigert er die Antwort.“ Selbst das Gutachten zu den Gebäuden halte Reul unter Verschluss.
Dass es „bei den Geheimplänen nicht mit rechten Dingen zuzugehen scheint“, davon würden Ddie enorm überteuerte Gesamtsumme für die Sanierung und die Tatsache, dass ein Mitarbeiter des Innenministeriums Anzeige erstattet hat wegen Verdachts auf Untreue2. So etwas tut man doch nicht, wenn die Planung vernünftig ist.
Aus einzelnen bisher bekannten Zahlen lasse sich, so Bialas „Folgendes grob vermuten“: „Derzeit zahlt man für die Müngstener Straße ca. 3,7 Millionen Euro Miete im Jahr, für 8,76 Euro den Quadratmeter. Umgerechnet wären das 35.000 Quadratmeter. Wenn der BLB nach Neu- und Umbau 600 Millionen in 20 Jahren Mietzahlungen rückerstattet möchte, und man hierbei auch 35.000 Quadratmeter unterstellt, dann wären das über 17.000 Euro pro Quadratmeter. Ein hochwertiges und schlüsselfertiges Einfamilienhaus wird derzeit mit ca. 4.000 Euro den Quadratmeter veranschlagt? Das ist doch völlig irre, was da läuft. Wird da in Wuppertal Neuschwanenstein nachgebaut? Was hat Reul schon unterschrieben?“
„Angesichts herabtropfender Fäkalien und geplatzter Rohre“ sei keine Zeit mehr für langwieriges Abwägen und Taktieren: „Reul muss jetzt endlich handeln und eine tragbare Lösung vorlegen!“ Er will wissen: „Wieviel kostet der Neubau für die Hundertschaften tatsächlich? Was umschließen die genauen Planungen? Es kann doch nicht sein, dass die Menschen, die wir dringend zur Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung brauchen und die einen so guten Job machen, unter unwürdigen Bedingungen arbeiten.“
Bis 2017 habe es „bis hin zur einzelnen Raumaufteilung ausgearbeitete Pläne für den Neubau an der Parkstraße“ gegeben: „Diese wurden durch den Innenminister in die Tonne gekloppt. Ist seitdem denn gar nichts mehr getan worden? Der Zustand der Gebäude der Bereitschaftspolizei ist doch eine Posse! Reul führt uns an der Nase herum!“ Bisher schweige sich der Innenminister aus.