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Altersgerechtes Badezimmer: Was ist bei der Planung zu beachten?

Altersgerechtes Badezimmer : Altersgerechtes Badezimmer: Was ist bei der Planung zu beachten?

Vor der Coronakrise war die Überalterung der Gesellschaft in aller Munde. Zu Zeiten der Pandemie ist der demografische Wandel in den Hintergrund gerückt. Dasselbe gilt für altersgerechte Wohnkonzepte und barrierefreies Bauen.

Ungeachtet dessen ist die Beschäftigung damit in der heutigen Zeit noch immer wichtig. Wer bis ins hohe Alter zuhause wohnen bleiben möchte, sorgt lieber rechtzeitig vor, so beispielsweise durch altersgerechte Sanierung. Ein Raum darf hierbei nicht vernachlässigt werden: das Bad. Gerade hier können Kleinigkeiten im Alter zu großen Problemen werden. Welche Tipps helfen bei der altersgerechten Planung des Badezimmers?

Nutzerorientierte Lösungen für altersgerechte Bäder

Die durchschnittliche Lebenserwartung innerhalb Deutschlands liegt mit steigender Tendenz derzeit bei rund 80 Jahren. Der damit einhergehende demografische Wandel hat den Staat in der Vergangenheit dazu bewegt, altersgerechte Umbaumaßnahmen zu fördern. Bei jeder Art der altersgerechten Sanierung steht Barrierefreiheit im Mittelpunkt. In kaum einem Raum des Hauses ist die Umsetzung barrierefreier Konzepte herausfordernder als im Badezimmer. Vielerorts ist das Bad flächenmäßig eher klein. Außerdem möchte man sich gerade im Badezimmer wohlfühlen und entscheidet sich nur ungern zwischen Barrierefreiheit und Wohlfühl-Flair. Heutzutage muss man das auch gar nicht, wenn man nutzerorientierte Lösungen entwickelt. Wichtig sind für barrierefreie Badezimmer:

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Bei der Planung nicht vergessen: Von einem altersgerecht geplanten Bad profitiert man nicht erst im Seniorenalter. Im Idealfall passt sich der Raum in jedem Lebensabschnitt an die Bedürfnisse seiner Nutzer an. Ausstattungselemente wie auf die Raumverhältnisse abgestimmte, ebenerdige Duschkabinen sind hierbei erst der Anfang.

Mehr Freiräume

Bewegungsfreiheit macht Badezimmer im hohen Alter nicht nur leichter mit dem Rollstuhl befahrbar. Auch für das Wohlfühl-Feeling im Bad spielt genügend Freifläche eine wichtige Rolle. Insbesondere vor Sanitärelementen muss genügend Platz herrschen, damit sie in Zukunft problemlos erreichbar sind. Auch smarte Armaturen, so beispielsweise Unterputz-Modelle, können für Bewegungsfreiheit sorgen. Je kleiner der Raum, desto wichtiger ist eine möglichst funktionale Unterteilung. Ablageflächen sollten hierbei platzsparend geplant werden und trotzdem ausreichend Abstellmöglichkeiten bieten. Für die Planung relevant ist auch die Anzahl der Personen, die das Badezimmer nutzen sollen. Familien mit Kindern profitieren abhängig vom Platzangebot beispielsweise von mehreren Waschbecken. Zugleich ist die richtige Installationshöhe von Waschbecken und Co ein wichtiger Punkt, damit die Elemente unabhängig vom Alter möglichst gut erreichbar sind.

Mehr Sicherheit im Badezimmer

Ebenso wichtig wie Bewegungsfreiheit ist für altersgerechte Badezimmer die Sicherheit. Im höheren Alter ereignen sich in den eigenen vier Wänden leicht Unfälle, wenn dem Sicherheitsaspekt bei der Planung der Räumlichkeiten nicht genug Beachtung geschenkt wurde. Im Bad besteht wegen der dortigen Feuchtigkeit beispielsweise häufig Rutschgefahr. Wer das Zimmer mit rutschfesten Bodenbelägen ausstattet, verringert dieses Risiko von Anfang an. Die Sicherheit lässt sich im Badezimmer außerdem durch sinnvoll geplante Haltegriffe erhöhen. Mit Blick auf die Zukunft machen insbesondere ausklappbare Griffe im Bereich der Dusche und der Badewanne Sinn. Davon abgesehen ist der Einsatz moderner Technik in zukunftsorientierten Bädern nahezu unumgänglich. Sensoren können im Bereich der Toilette und des Wasserhahns beispielsweise die Bedienung erleichtern. Was die Sicherheit betrifft, könnte eine integrierte Nachtlichtfunktion angedacht werden. Viele Hausbesitzer entscheiden sich bei der altersgerechten Badgestaltung außerdem für ein zimmereigenes Notruf-System, über das sie im Falle eines Notfalls Hilfe rufen können.

Anpassungsfähig bleiben

Einer der wichtigsten Aspekte beim altersgerechten Umbau des Badezimmers ist die Anpassungsfähigkeit. Im Idealfall bleibt der Raum jederzeit um Elemente erweiterbar, die im höheren Alter das Leben erleichtern. Das kann beispielsweise ein Duschsitz oder eine ausklappbare Sitzvorrichtung vor dem Waschbecken sein. Je mehr Raum das Badezimmer bietet und je vorausschauender die Installation geplant wird, desto leichter fallen später kleine Veränderungen dieser Art. In der Regel ist es kontraproduktiv, bereits im jüngeren Erwachsenenalter ein gänzlich auf das Alter ausgerichtetes Badezimmer einzurichten. Altersgerechter Umbau meint nicht die vollständige Ausrichtung auf den Fall aller Fälle. Eher ist damit die baulich vorbereitete Möglichkeit gemeint, jederzeit auf alle vielleicht neu entstehenden Bedürfnisse des Alters zu reagieren.