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Vertagung der Entscheidung über die Zukunft der Kleinen Höhe : Wer A sagt, muss nicht B sagen ...

Vertagung der Entscheidung über die Zukunft der Kleinen Höhe : Wer A sagt, muss nicht B sagen ...

Betr.: Kleine Höhe

Das Thema Kleine Höhe wird vertagt. Das gibt allen Beteiligten noch einmal die Gelegenheit, den geplanten Beschluss zu überdenken und zu korrigieren.

Die Kleine Höhe sollte frei bleiben und der Grüngürtel erhalten werden. Die vor Jahrzehnten geborene Idee, dort Gewerbe anzusiedeln, ist völlig aus der Zeit gefallen. Die Planung sieht vor, jeden Liter Abwasser über 20 (!) Höhenmeter nach oben zu pumpen, um ihn dann über 800 Meter Strecke am Schevenhofer Weg ins Wuppertaler Kanalnetz zu leiten. Mit Verlaub, ich halte das für einen Irr-Sinn! Das drückt die Kosten nach oben, sowohl was den Bau, als auch den Betrieb einer Anlage angeht.

Es gibt im Stadtgebiet erschlossene Flächen, die für den Zweck einer Forensik geeignet sind, und deren Baulasten erheblich geringer sind. Im Übrigen teile ich nicht die Ängste vor einer Forensik. Mir geht es um die Bebauung.

Frei nach Brecht kann ich nur sagen: Wer A sagt, muss nicht B sagen, wenn er erkannt hat, dass A falsch war.

Ich wünsche mir Ratsmitglieder, die den Mut haben, Entscheidungen zu überprüfen und zu korrigieren. Solche mutigen und engagierten Vertreter unterstütze ich gern mit meiner Stimme bei der nächsten Wahl.


Holger Kraft