Briefe von Leserinnen und Lesern „Das Herz blutet mir bei dem Gedanken“

Wuppertal · Betr.: Wuppertaler SV

Banner gegen den ehemaligen Sportchef Gaetano Manno.

Foto: Dirk Freund

Ich möchte den Personen, die als Gruppe für den WSV-Verwaltungsrat kandidieren, keinesfalls zu nahe treten. Ihr Engagement verdient Respekt. Aber ich glaube, dass das nicht der große Wurf ist. Einige kennt man schon aus früheren Zeiten. Auf jeden Fall fehlen die finanziellen Mittel (kein Vorwurf!), die heutzutage Voraussetzung für Erfolg sind.

Ich erinnere mich an einen Artikel in der Rundschau, in dem vorgeschlagen wurde, mehrere Firmen zu finden, die jeweils 50.000 Euro geben, dafür aber über eigene Vertreter in den Gremien ein Mitspracherecht haben (zu besagtem Artikel: hier klicken!). Das wäre meiner Meinung nach der richtige Weg. Ob er in Wuppertal umsetzbar ist, weiß ich allerdings nicht.

Ganz entscheidend ist aber, ob der neue Verwaltungsrat eine Marionette der „Ultras“ ist. Die, die in Büderich, Köln und Siegen schlimm randaliert und damit das Image des WSV noch weiter heruntergezogen haben, vom finanziellen Schaden ganz zu schweigen. Und die eine Schmutzkampagne gegen Gaetano Manno fahren. Erinnert sich noch jemand an Robert Enke?

Allein schon deshalb überlege ich, nach rund 30 Jahren dem WSV den Rücken zu kehren. Das Herz blutet mir bei dem Gedanken, und ich möchte der Mannschaft nicht im Stich lassen. Aber wenn sich der Verein weiter von den „Ultras“ auf der Nase herumtanzen lässt, dann war es das für mich. Sportlicher Misserfolg ist da eine, damit muss man als Fan leben. Aber damit kann ich mich nicht mehr identifizieren.

Michael Neumann

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