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: Kunst oder ein „Klimagarten“

: Kunst oder ein „Klimagarten“

Betr.: Platz hinter Primark, Bürgerantrag nach Paragraph 24 der NRW-Gemeindeordnung

Ich beantrage den „Platz Ost Döppersberg“ östlich des Primark-Gebäudes nicht mit einem Taxi-Halteplatz zu belegen. Ich bitte die Verwaltung, folgende Alternativvorschläge zu prüfen.

Erstens: Gestaltung des Platzes mit einer Skateranlage, dazu Sitzmöglichkeiten und ein bis zwei Bäume.

Zweitens: Gestaltung des Platzes mit Grün – Bäumen, Bänken und ein bis zwei Outdoor-Fitnessgeräten, dazu ein Spielgerät für Kinder. Da es in der Bahnhofshalle keinerlei Bänke gibt, wird wartenden Reisenden so die Möglichkeit eines Aufenthalts gegeben.

Drittens: Ein „Künstlerisches Schaufenster“ beziehungsweise ein Platz für wechselnde Skulpturen und Kunstprojekte von Von der Heydt-Museum, Universität, freien Künstlern und dem Skulpturenpark. Etwas, was man im Vorbeifahren mit Bus und Auto und vom Busbahnhof aus schon wahrnimmt und genießen kann. Etwas, was die Menschen zum anhalten und gucken animiert. Eine Organisation wäre in Zusammenarbeit mit dem Kulturausschuss und dem Netzwerk freier Künstler möglich. Dazu passend wäre eine „Grüne Lunge“ mit Bäumen.

Viertens: Das Gelände bietet sich als erstes Model eines „Klimagartens“ an, in dem übertragbare, innerstädtische Lösungen zur Verbesserung des Stadtklimas und klimagerechtes Gärtnern entwickelt und erprobt werden können. Die Fläche von etwa 600 Quadratmetern soll dazu als hochwertige Grünfläche, Überschwemmungszone, Bildungsgarten, Ort der Begegnung und Ruhe sowie als Mustergarten für städtische Quartiere ausgebaut werden. Der Bau sowie Bewirtschaftung und Pflege sollte in Patenschaft der umliegenden Händler, Wuppertaler Schulen und weiteren interessierten Einrichtungen übernommen werden. Auch ein gemeinsames Modell-Projekt mit Wuppertaler Landschaftsgärtnern, den Landschaftsplanern der Universität, den Händlern und dem Wuppertal Institut wäre denkbar.

Die Stadt Wuppertal hatte sich im Jahre 2000 mit dem „Handlungskonzept Klima und Lufthygiene“ zum Ziel gesetzt, ein Lokalklima zu schaffen, das „eine anthropogen verursachte klimatische Stressbelastung für den Menschen verringert, indem künstliche Überwärmungsbereiche reduziert beziehungsweise vermieden werden“.

Das würde mit dem vorgeschlagenen Modell in Einklang gehen.

Thomas Pusinelli