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Nordpark-Debatte: Für intelligente ökologische Alternativen

Nordpark-Debatte : Für intelligente ökologische Alternativen

Betr.: Nordpark

Es mutet schon ziemlich arrogant an, wenn Herr Thomas mehr Parkplätze für sein neues Projekt einfordert und dabei aktuelle Diskussionen für sich nicht berücksichtigt.

Flächenverdichtung für Parkplätze sollte der Vergangenheit angehören. Parkplätze gehören der Natur hintangestellt. Das Angebot von OB Schneidewind, sich für das Wochenende um weitere Parkplätze zu bemühen, finde ich gelungen. Es wird eine Mehrfachnutzung von oft leerstehenden Großparkplätzen angeboten, die ökologisch sinnvoll ist. Dem OB gebührt für solch einfache Ideen jenseits des Mainstreams Achtung und Dank.

Dabei könnte man als Inhaber von einer Location auch schon selbst mal auf solche Ideen kommen.

Zeitgemäß sind Entsiegelung und nicht Versiegelung, Naturschutz und nicht Beton oder Asphalt.

Innovative Konzepte kann man in modernen Großstädten abschauen oder selbst entwickeln und damit Vorreiter werden.

Jetzt überlege ich auch noch für Herrn Thomas, aber will es wohl gerne tun: Wie wäre es, den ÖPNV in die Überlegungen einzubeziehen, und um entsprechende Linienerweiterung zu bitten? Das käme der Allgemeinheit zugute, würde den Individualverkehr entlasten und einen besseren ökologischen Fußabdruck zeitigen. Das vom ÖPNV initiierte WSW Cab könnte eine weitere Alternative bieten, als Erweiterung dort, wo das Busnetz (noch) nicht ausgebaut genug ist. Wenn das WSW Cab einfach zu buchen (telefonisch und nicht nur per App) und im Preis von Einzeltickets zu nutzen wäre, dann könnte man es als kleinen Shuttlebus verwenden und damit auch die „Nordpark-Terrassen“ bewerben.

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„Die WSW sehen den On-Demand-Verkehr als Ergänzung zum ÖPNV. On-Demand kann eine Lösung für Quartiere sein, die bisher durch Busse nur unzureichend angebunden werden können“, sagt WSW-Chef Markus Hilkenbach. Damit kann dann auch mal ein Gläschen Wein oder Sekt oder was es noch so gibt, genossen werden, ohne dass Flächen zugepflastert und blockiert werden müssen.

Und Verallgemeinerungen wie „So gut wie jeder, der mit dem Auto kommt, fährt bis ganz nach vorn…“ nerven nur noch. Von was für Menschen reden Sie da? Ich fühle mich nicht angesprochen.

Intelligente ökologische Mobilitätsalternativen zu entwickeln, wäre doch ein spannendes Aufgabengebiet für Studierende an der Bergischen Universität oder der Junior Uni.

Zeitgemäße moderne Konzepte sollten sich nicht an der Bequemlichkeit mancher Gäste orientieren. Dazu muss aber auch von dem behäbigen Verharren in alten Denkstrukturen Abschied genommen werden.

Steffi Billert