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Zusätzliche Parkplätz am Nordpark : Für eine zukunftsfähige Mobilitätslösung

Zusätzliche Parkplätz am Nordpark : Für eine zukunftsfähige Mobilitätslösung

Betr.: zusätzliche Parkplätze am Nordpark

Die Stadt Wuppertal plant, die Zahl der Parkplätze am Nordpark in der Straße Mallack von 80 auf 180 zu erhöhen und damit mehr als zu verdoppeln.

Und dies in einer Zeit, in der Stadt und Wohnquartiere unter der weiter zunehmenden Zahl von Fahrzeugen ächzen. Damit wird die Stadt Wuppertal selbst zum Treiber dieser allseits beklagten Entwicklung einer zunehmenden Belastung durch den Kraftfahrzeug-Verkehr. Denn natürlich wird eine Ausweitung des Parkplatzangebotes weiteren Autoverkehr nach sich ziehen, und das nicht nur in der Straße Mallack, sondern im gesamten Einzugsgebiet.

Darüber hinaus benötigen wir dringend städtisches Grün mit Versickerungsmöglichkeiten und keine weitere Flächenversiegelung. Die Bereitstellung zusätzlichen Parkraums steht dem Ziel der Klimaneutralität diametral entgegen.

Das Bündnis „Mobiles Wuppertal“ fordert die Stadt Wuppertal sowie die Mitglieder der Bezirksvertretung Barmen auf, eine zukunftsfähige, „enkeltaugliche” Mobilitätslösung zu finden.

„Mobiles Wuppertal“ kritisiert, dass die Straße Mallack als einzige Zuwegung zu den bereits vorhandenen 80 und den zusätzlichen 100 Parkplätzen nicht so viel Verkehr aufnehmen kann, zumal es auch an Gehwegen in der Straße fehlt. Schon jetzt kommt es bei bei passender Wetterlage zu entsprechenden massiven gegenseitigen Behinderungen.

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Wir schlagen daher vor, den Axalta-Parkplatz unmittelbar an der A46 mit reichlich vorhandenem Parkraum zu nutzen und in entsprechende Verhandlungen mit Axalta zu gehen.

In der heutigen Zeit besonders befremdlich erscheint der bislang völlige Verzicht der Planung auf alternative Lösungen zum Kraftfahrzeugverkehr. Dabei würde ein hoher Anteil umweltfreundlicher Verkehrsarten gerade im Freizeitverkehr den Erholungswert des Nordparks für alle Besucher deutlich erhöhen.

Eine Anbindung durch die schon seit langem diskutierte Hatzfeld-Trasse würde eine steigungsarme Fahrrad-Verbindung des Nordparks zur Barmer Innenstadt darstellen. Die bereits bestehende Bus-Anbindung über die Linen 612, 622, 332, 646 und NE4 könnte um das neue On-Demand-Angebot der WSW ergänzt werden, um Park wie Gastronomie auch in Randzeiten attraktiv zu bedienen.

Christian Wolter, „Mobiles Wuppertal“, Bündnis für gemeinwohlorientierte Mobilität