Die neun Schauspieler und Schauspielerinnen des städtischen Ensembles werden aber in dem Artikel nicht unterschlagen. Ein Bekenntnis seitens der Stadt zum Schauspiel in der jetzigen Situation fehlt allerdings.
Mit einem jährlich schrumpfenden Etat einerseits auf traditionelle Publikumsinteressen einzugehen, andererseits aktuelle oder auch größere Produktionen zu wagen, um neue Besucher zu gewinnen, kann selbst mit dem größten Engagement der Intendantin und Schauspieler nicht dauerhaft gelingen. Interessant ist daher der Hinweis auf das neue Kulturförderungsgesetz, mit dem ebenfalls im genannten Artikel auf die Absicht der Landesregierung hingewiesen wird, den klammen Kommunen, die der Haushaltssicherung unterliegen, bei dem Erhalt ihrer kulturellen Infrastruktur unter die Arme zu greifen.
Gabriele Hain, Am Elisabethheim