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Feiern und „wildes“ Grillen im Wald : Alles verdreckt – ohne Konsequenzen

Feiern und „wildes“ Grillen im Wald : Alles verdreckt – ohne Konsequenzen

Betr.: Vermüllung der Wälder und Grünanlagen in Wuppertal-West

Wenn ich in letzter Zeit durch Küllenhahn in Richtung Königshöhe/Zoo gehe, sehe ich mit großem Entsetzen immer mehr Müll an den Wegesrändern, auf den Sportanlagen des Schulzentrums Süd und in den Wäldern der Königshöhe in Richtung Zoo. Von Pizzakartons, Dosen, Flaschen, Masken, Einweghandschuhen, Sperrmüll und auch Einweggrills ist alles zu sehen und zu finden. Kein schöner Anblick.

Auch wenn wegen Corona-Zeiten sicherlich wenig Zeit für solche Kleinigkeiten ist, finde ich es doch erschreckend, wie wenig den Menschen die Natur und die allgemeine Sauberhaltung von Naherholungsgebieten wichtig ist.

Komisch ist es allerdings, dass hier das Ordnungsamt oder das Grünflächenamt der Stadt Wuppertal so gar nicht tätig wird. Dafür aber umso mehr in der Innenstadt Wuppertals, wenn es um das Falschparken oder das Sitzen in einem Cafe nach 22 Uhr im Luisenviertel geht.

Auch das „wilde“ Grillen im Wald oder auf den Sportanlagen des Schulzentrums Süd scheint kein Problem darzustellen. Mir ist natürlich klar, dass kein Ordnungshüter am Wochenende nachts im Wald patrouillieren kann, um irgendwelche spätpubertierenden Jugendlichen auf frischer Tat beim Grillen im sehr trockenen Wald zu erwischen. Aber eine regelmäßige Kontrolle durch Abfahren des Jung-Stilling-Weges in Richtung Königshöhe wäre schon sinnvoll.

Dabei sollten allerdings die Ordnungshüter auch mal anhalten und die Jugendlichen, die man von der Straße sehen kann, auch ansprechen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen.

Aber solange sich Menschen ungestört und bis in die frühen Morgenstunden grölend zusammenschließen, ihren Müll hinterlassen können und keinerlei Konsequenzen erfahren, wird sich dieser Zustand wohl nicht ändern.

Ich habe nichts gegen Feiern, aber seinen Müll kann jeder nachher mitnehmen – und nach 24 Uhr am Wochenende sollte man auch Rücksicht auf andere nehmen.

Dennis Mernitz