Damit würdigt das Europäische Kulturforum einen Künstler, der die zeitgenössische Bildhauerei über Jahrzehnte hinweg geprägt und ihr weltweit neue Impulse verliehen hat. „Von Wuppertal aus“, so heißt es in der Pressemitteilung des Europäischen Kulturforums, das in Dresden zu Hause ist, „hat Tony Cragg ein Werk geschaffen, das heute weltweit Anerkennung findet.“
Die Laudatio bei der Preisverleihung in Amsterdam hält Felix Krämer, Generaldirektor und Künstlerischer Leiter des Düsseldorfer Museums Kunstpalast. Dort gab es 2024 die die weit über die Landesgrenzen beachtete Ausstellung „Tony Cragg: Please Touch!“, bei der es bewusst gewollt war, dass die Besucher die Kunstwerke anfassen duften – und sollten.
Reiner Schränkler, Vorstandsvorsitzender des Europäischen Kulturforums, sagt zur Begründung für die Auszeichnung: „Tony Cragg gehört zu den bedeutendsten Bildhauern unserer Zeit. Seine Werke verbinden Wissenschaft, Natur, Materialforschung und künstlerische Vision auf einzigartige Weise. Er hat die internationale Skulptur nachhaltig verändert und Generationen von Künstlerinnen und Künstlern inspiriert.“
Außerdem verweist Schränkler auf einen besonderen Wuppertaler Kultur-Ort: „Mit dem ihm gegründeten Skulpturenpark Waldfrieden schuf Tony Cragg einen einzigartigen Ort für zeitgenössische Kunst, der heute Besucherinnen und Besucher aus aller Welt anzieht und zu den bedeutendsten Skulpturenparks Europas zählt. Damit hat er NRW dauerhaft auf der internationalen Landkarte der Gegenwartskunst verankert.“
Gemeinsam mit Tony Cragg erhalten den Europäischen Kulturpreis beispielsweise auch die Designerin Iris van Herpen, die Hollywood-Schauspielerin Famke Janssen oder Fußballlegende Ruud Gullit.
In Wuppertal selbst gibt es ebenfalls eine Ehrung für Tony Cragg: Der Bildhauer erhält am 11. Oktober den Kunst- und Kulturpreis der Enno-und-Christa-Springmann-Stiftung. Gemeinsam mit dem Vollplaybacktheater, dem Chor „Women of Wuppertal“ (WOW) und dem Jungen Theater Wuppertal.