Die Aktion, die um 11 Uhr mit kurzen Workshops beginnt, um die nötigen, wenigen Bewegungen kennenzulernen, und dann um 13 Uhr am Opernhaus Richtung Kluse startet, passt zum Jubiläum „60 Jahre Schauspielhaus“. Dort soll das Pina-Bausch-Zentrum (PBZ) entstehen – und im Stadtrat steht im Lauf des Jahres die endgültige Entscheidung über das Großprojekt auf dem Programm.
Das im Blick – und zusammen mit der Tatsache, dass Opernhaus und Schauspielhaus wichtige Stätten des Wirkens von Pina Bausch und ihrem Ensemble waren und sind, bekommt die Tanzaktion auf der Talsohle eine besondere Bedeutung.
Bei der „Nelken Line“ (deutsch = Nelken-Linie) bewegen sich die Tänzerinnen und Tänzer in einer langen Reihe voranschreitend fort – und erzählen mit wenigen prägnanten Gesten vom Wechsel der Jahreszeiten. Beispielsweise auch zu sehen unter freiem Himmel in Wim Wenders‘ Film „Pina – tanzt, tanzt sonst sind wir verloren“ aus dem Jahr 2011.
„Tanz mit uns die Nelken Line“ ist eine Initiative des „Pina Bausch Zentrum Fördervereins“, dessen Vorsitzender der stark fürs PBZ engagierte SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh ist.
Das Mitmachen am 13. September läuft so: Wer dabei sein will, schickt eine formlose E-Mail an die Adresse [email protected] – und erhält dann weitere Informationen. Nach der Anmeldung werden die Teilnehmenden in Gruppen eingeteilt. Alle haben die Chance, vorab die Bewegungen der „Nelken Line“ mit professionellen Tänzerinnen und Tänzern zu entdecken und zu lernen.
In rund eine Stunde dauernden Workshops – etwa in einer Turnhalle oder Schule – werden sie am Vormittag des 13. September die Gelegenheit haben, an einem zugeteilten Standort entlang des Weges zwischen Opern- und Schauspielhaus die im Grunde einfache Abfolge der „Nelken Line“ unter Anleitung von Ensemble-Mitgliedern des Wuppertaler Tanztheaters einzuüben.
Die Schritte und Handbewegungen der „Nelken Line“ bestehen aus vier prägnanten Gesten, die Frühling, Sommer, Herbst und Winter verkörpern – und damit für das zyklische Auf und Ab des Lebens stehen.
Nach dem kurzen Workshop begibt sich die jeweilige Gruppe zum vorgesehenen Streckenabschnitt, um sich nach und nach in die um 13 Uhr am Opernhaus startende „Nelken Line“ einzufädeln und ein Stück der Strecke mitzutanzen.
Zuschauerinnen und Zuschauer sind herzlich willkommen, der großen Performance entlang der B7 zuzuschauen – und auch spontan dabei mitzumachen.
Am Ende treffen sich alle Beteiligten am zukünftigen Pina-Bausch-Zentrum um etwa 15 Uhr für das große Finale.
Jeder und jede kann (und soll) am 13. September mitmachen, es gibt keine Teilnahmebeschränkung – um die Vielfalt und Buntheit der Stadt sichtbar zumachen.