Genehmigungsplanung Rat soll 1,2 Millionen für Pina-Bausch-Zentrum freigeben

Wuppertal · Die Wuppertaler Stadtverwaltung schlägt den Ratsgremien mit Blick auf das geplante Pina-Bausch-Zentrum vor, 1,2 Millionen Euro für die Genehmigungsplanung freizugeben.

Visualisierung des Projekts.

Foto: Diller Scofidio + Renfro (Visualisierung)

Das denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Schauspielhauses soll ein internationales Zentrum für Tanz um- und ausgebaut werden.

Die Entwurfsplanung wurde 2025 beschleunigt, um für die Bestandsgebäude, Schauspielhaus und Soppscher Pavillon, die Fördermittel fristgerecht beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zu beantragen. Die Prüfung aller Unterlagen durch das GMW wurde Ende Juni abgeschlossen. Zurzeit arbeiten die Planungsbüros die Prüfergebnisse des GMW in ihre Unterlagen ein.

Der Kerninhalt der Genehmigungsplanung, der so genannten Leistungsphase 4, ist nach Angaben der Verwaltung „das Erarbeiten und Zusammenstellen der Unterlagen, Nachweise und Berechnungen, die für öffentlich-rechtliche Genehmigungen erforderlich sind, und deren Einreichung bei den Behörden. Hier liegt der Fokus auf einer sorgfältigen Erarbeitung der erforderlichen Unterlagen, da für ein komplexes Projekt dieser Größenordnung besonders viele Fachämter einbezogen werden müssen. Diese Leistungsphase soll zum 30. November dieses Jahres abgeschlossen sein.“

Die vorzeitige Freigabe der erforderlichen Mittel für die Genehmigungsphase vor dem Ratsbeschluss zum Gesamtprojekt Ende September 2026 sei „notwendig, um die kontinuierliche Weiterführung der Planungsleistungen sicherzustellen. Nur so können die beteiligten Fachplanungsbüros das Projekt weiterhin in ihren Kapazitätsplanungen berücksichtigen und die hierfür erforderlichen personellen Ressourcen vorhalten.“

Ohne eine entsprechende Beauftragung sei davon auszugehen, „dass die bislang eingesetzten Fachplanerinnen und Fachplaner künftig nicht mehr im bisherigen Umfang zur Verfügung stehen. Dies würde zu Wissensverlusten, zeitlichen Verzögerungen sowie potenziellen Mehrkosten führen.“

OB Miriam Scherff, die bis zum Amtsantritt des neuen Kulturdezernenten den Fachbereich leitet: „Das Pina-Bausch-Zentrum ist für Wuppertal eine Jahrhundertchance. Nur wenige Städte weltweit verfügen über ein kulturelles Erbe von vergleichbarer internationaler Strahlkraft und Bedeutung für die Kunst- und Kulturlandschaft wie das Vermächtnis von Pina Bausch“, sagt Oberbürgermeisterin Miriam Scherff.

Das Zentrum soll „die Bewahrung eines außergewöhnlichen kulturellen Erbes mit zeitgenössischer Kunst, Forschung, Bildung, Teilhabe und internationalem Austausch“ verbinden: Hier soll ein lebendiger Ort entstehen, an dem Menschen aus aller Welt zusammenkommen, um Kunst zu erleben, zu erforschen und weiterzuentwickeln.“

Darüber hinaus biete es „große Chancen für die Stadtentwicklung. Es stärkt die Attraktivität Wuppertals als Kulturstandort, zieht Besucher aus dem In- und Ausland an, schafft wirtschaftliche Impulse für Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel und erhöht die weltweite Sichtbarkeit der Stadt nachhaltig.“