„Die Mieten sind in Wuppertal in den letzten zehn Jahren um 53,5 Prozent gestiegen. Das ist mehr als in den 40 größten deutschen Städten im Durchschnitt 51 Prozent. Das zeigt eine Erhebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts Empirica, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt“, so der DMB.
Insbesondere Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen gerieten zunehmend unter Druck, da steigende Mieten und Energiekosten ihre finanzielle Situation verschärften: „Laut Bauministerin Verena Hubertz (SPD) betrifft die Kürzung ein Drittel aller Ende 2024 registrierten Wohngeldhaushalte. In Wuppertal bezogen Ende letzten Jahres 7.080 Haushalte Wohngeld. Von der Streichung des Wohngeldes könnten also rund 2.400 Haushalte betroffen sein.“
Der DMB weiter: „Schon jetzt zahlt ein Drittel aller Mieterinnen und Mieter mehr als 30 Prozent des Einkommens für die Miete; zwölf Prozent der Bevölkerung leben in Haushalten, die sogar über 40 Prozent des Haushaltseinkommens für die Miete aufwenden müssen. Geld, das an anderer Stelle fehlt. So fehlten 2023 mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland die finanziellen Mittel, um ihre Wohnung angemessen zu beheizen.“
Laut einer Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes gelten derzeit 22 Prozent der Bevölkerung (etwa 18,4 Millionen Menschen) nach Abzug der Wohnkosten als einkommensarm. „Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können sich das Wohnen in den Städten nicht leisten und müssen lange Pendelwege zur Arbeit auf sich nehmen“, so der Mieterverein.