Stadtverwaltung ver.di fordert „Personaloffensive“ für städtische Bäder

Wuppertal · Die ver.di-Vertrauensleute der Stadtverwaltung Wuppertal weisen auf die „angespannte Personalsituation in den städtischen Bädern“ hin. Sie fordern deshalb eine „Personaloffensive“.

Schild im Freibad Mählersbeck.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Christoph Petersen

„Gerade an heißen Tagen, wenn viele Menschen gleichzeitig Abkühlung suchen, braucht es verlässlich geöffnete Bäder, ausreichend Fachpersonal und stabile Dienstpläne“, so ver.di. Gewerkschaftssekretär: „Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Bädern leisten jeden Tag verantwortungsvolle Arbeit. Sie sorgen für Sicherheit, greifen im Notfall ein, halten den Betrieb aufrecht und stehen dabei selbst unter erheblichem Druck. Das Problem sind nicht die Beschäftigten. Das Problem ist eine Personalplanung, die seit zu langer Zeit auf Kante genäht ist.“

Nach Einschätzung der ver.di-Vertrauensleute komme es in Wuppertal „immer wieder dazu, dass Personal kurzfristig zwischen Standorten verschoben werden muss, um überhaupt Öffnungen zu ermöglichen“. Die Folge seien „Einschränkungen, kurzfristige Änderungen und zusätzliche Belastungen“ für die Teams.

Gerit Schuster: „Wenn Beschäftigte ständig einspringen, Standorte wechseln und Überstunden aufbauen, ist das keine tragfähige Lösung. Wer Sicherheit in Bädern gewährleisten will, muss die Menschen, die diese Sicherheit jeden Tag herstellen, endlich ausreichend unterstützen.“

Die Verantwortung liege „bei den Verantwortlichen auf Arbeitgeberseite, die für ausreichende Stellen, verlässliche Nachbesetzung, attraktive Arbeitsbedingungen und eine vorausschauende Personalsteuerung sorgen müssen“. Fischer: „Die Kolleginnen und Kollegen baden gerade aus, was über Jahre versäumt wurde. Das darf so nicht weitergehen. Wer öffentliche Bäder betreibt, trägt Verantwortung – gegenüber den Badegästen genauso wie gegenüber den Beschäftigten.“

Zu einer notwendigen Personaloffensive gehören laut ver.di „die zügige Besetzung offener Stellen, mehr Ausbildung, verlässliche Dienstpläne, echte Entlastung bei Überstunden und Arbeitsbedingungen, die den Beruf der Fachangestellten für Bäderbetriebe wieder konkurrenzfähig machen“.