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Corona: Rettet die Stadt Wuppertal ihre freie Kultur?

Corona-Pandemie : Rettet die Stadt ihre freie Kultur?

Corona trifft auch die freie Szene heftig. Es gibt keine Möglichkeit für Aufführungen mehr. Viele Akteure aus dem Kultur-, Veranstaltungs- und Location-Sektor haben ein Positionspapier geschrieben – und der Stadt geschickt. Auf deren Reaktion und Hilfe warten die Beteiligten nun.

Ganz zu Anfang des Papiers heißt es: „Generell können wir sagen, dass sehr große Verwirrung bei allen Beteiligten herrscht. Es fehlt an einer einfach verständlichen Informationsplattform, die Kulturschaffende darin unterstützt, herauszufinden, welche Maßnahmen nun getroffen werden müssten.“

Die Betroffenen haben sich außerdem entschlossen, die Kosten und wegfallenden kulturellen Angebote, die durch den Zustand der sozialen Distanzierung entstehen, zu dokumentieren und abschließend mit einem monetären Wert zu versehen. Acht Fragen betreffen allein (natürlich) den Bereich Finanzen: Ganz im Vordergrund steht „Wie können wir die Existenzen von freischaffenden Kulturschaffenden sichern? Hier brechen nicht nur aktuelle Aufträge und Beschäftigungen weg, sondern auch solche, die später im Jahr 2020 eingeplant waren.“

Weiter geht es mit der jetzt im Raum stehenden Diskussion über die grundsätzliche Aufrechterhaltung des kulturellen Angebotes: Die Gruppe, die das Positionspapier erarbeitet hat, denkt etwa darüber nach, durch viele Online-Angebote Kulturveranstaltungen aus dem realen Raum in den medialen Raum zu übertragen. Aber: „Mitarbeit und Mithilfe durch die Stadt stelle dabei einen essentiellen Baustein in der zu konstruierenden Infrastruktur dar.“ Und deswegen, so schreiben die Kultur-Aktiven, deren Spektrum von „börse“ über „Loch“ oder Utopiastadt bis hinzu überaus vielen einzelnen Künstlerinnen und Künstlern reicht: Solche neuen Formen und Formate zu schaffen und verfügbar zu machen, dazu brauche es Geld.

Fazit: „Konzeption und Arbeit an neu entwickelten Formaten kann nur mit Hilfe von (Teil-)Finanzierung umgesetzt werden. Dabei sind wir auf die Unterstützung der Stadt Wuppertal angewiesen.“

(sts)