Feier im Petruskrankenhaus 125 Jahre DSB: Ein Meilenstein für die Ohren

Wuppertal · Stille isoliert Menschen. Gutes Hören dagegen verbindet mit der Welt. Letzteres feierten rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie 17 Aussteller im Cellitinnen-Krankenhaus St. Petrus in Wuppertal-Barmen.

Sie alle freuten sich über eine gelungene Veranstaltung.

Foto: Cellitinnen-Krankenhaus St. Petrus

Der Anlass war ein ganz besonderer: Der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB) beging im Rahmen seines regionalen Informationstags (West) sein 125-jähriges Bestehen. Die Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Götz Lehnerdt war in diesem Jahr Gastgeber der Veranstaltung – in der Heimatstadt der DSB-Vizepräsidentin Antje Baukhage.

Antje Baukhage verbindet eine ganz persönliche Geschichte mit der Carnaper Straße. Chefarzt Prof. Dr. Götz Lehnerdt versorgte sie hier im Jahr 2019 im Bergischen Hörzentrum selbst mit einem Cochlea-Implantat. Diese hochmoderne Innenohr-Prothese schenkte ihr neue Lebensqualität und den Weg zurück in ein aktives, hörbares Leben. Ein starkes Symbol für die enge, jahrelange Partnerschaft zwischen dem Wuppertaler Krankenhaus und der Selbsthilfe.

DSB-Präsident Dr. Harald Müller führte die Gäste als Moderator durch den Tag und betonte die immense Bedeutung von Aufklärung und moderner Medizintechnik. Für ein politisches Signal sorgten zudem prominente Gratulantinnen und Gratulanten vor Ort: Claudia Middendorf (Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in NRW), Wuppertals Bürgermeister Rainer Spieker und Jan Köhler (Geschäftsführer des Petruskrankenhauses) richteten Grußworte an die rund 80 Gäste.

Das medizinische Programm bot Fachwissen ohne Hürden. Experten der Wuppertaler HNO-Klinik beleuchteten den aktuellen Stand der Wissenschaft bei Hörverlust und modernsten Implantat-Technologien. 17 Firmenvertreterinnen und -vertreter präsentierten praxisnah neueste technische Hilfsmittel, die den Alltag hörgeschädigter Menschen spürbar erleichtern. Ein Highlight des Tages war zudem eine Buchvorstellung, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern hautnahe Einblicke in die täglichen Herausforderungen und Triumphe eines Lebens mit Hörschädigung gab.

In der abschließenden, lebhaften Podiumsdiskussion nutzten die Besucher die Chance zum direkten Dialog. Publikum und Experten tauschten sich auf Augenhöhe über Barrierefreiheit, Therapieansätze und persönliche Erfahrungen aus. Am Ende stand fest: Dieser Infotag war ein voller Erfolg, der Mut macht, Barrieren abbaut und Betroffenen handfeste Perspektiven aufzeigt.