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Wuppertaler Krisenstab: Impfjahrgänge, Schule nach Ostern und Mutanten

Corona-Pandemie : Krisenstab: Impfjahrgänge, Schule nach Ostern und Mutanten

Flexiblere Impf-Freigaben für weitere Alters- und Berufsgruppen – das ist der Wunsch von Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und Krisenstabsleiter Johannes Slawig an das Land. NRW ist dem Anliegen der Kommunen an frühen Donnerstagabend (8. April 2021) nachgekommen und hat die Freigabe für die Geburtsjahrgänge 1942 und 1943 erteilt.

Alle Bürgerinnen und Bürger dieser beiden Jahrgänge können daher bereits ab Freitag (9. April) Termine buchen und ab dem Beginn der kommenden Woche geimpft werden. Die offiziellen Einladungsschreiben werden jetzt von der Stadt unter Hochdruck aus der Datei des Einwohnermeldeamtes generiert und schnellstmöglich verschickt.

„Impfzentren, die sehr effizient und zügig impfen, sollte es ermöglicht werden, durch frühzeitige Erlasse ihre Terminressourcen voll auszuschöpfen. Ein Leerlauf aufgrund fehlender Impfberechtigter, während so viele Bürgerinnen und Bürger dringend auf ihre Impfung warten, ist niemandem zu vermitteln“, hatten die beiden nach der Sitzung des Krisenstabs am Donnerstag (8. April 2021) bekräftigt.

Auch weitere Berufsgruppen sollten nach dem Willen des Krisenstabs zeitnah einbezogen werden. In der kommenden Woche hätte sonst das Impf-Volumen wieder von 1.450 Impfungen täglich heruntergefahren werden müssen. Bis Donnerstag (8. April) sind im Impfzentrum am Freudenberg rund 64.500 Dosen verabreicht worden. Dazu ist in mehr als 70 Hausarztpraxen die dezentrale Impfung mit großem Einsatz gestartet.

Sorge um Intensiv-Kapazitäten

Die bundesweit besorgniserregende Auslastung der Intensivbetten in den Kliniken besorgt auch den Krisenstab. Ebenso das Auftreten erster Fälle der südafrikanischen Mutante, ohne dass die Patientinnen und Patienten eine Reise-Anamnese hatten. „Diese Fälle überwachen wir außerordentlich genau, denn es bedeutet, dass auch diese Virus-Variante unter dem ,Labor-Radar‘ in Wuppertal angekommen ist“, so die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Ute Wenzel.

Für den Bereich Schulen sorgte die Ankündigung des Landes für Erleichterung, dass zunächst für die erste Woche nach den Ferien im Sinne größtmöglicher Sicherheit wieder für die meisten Schülerinnen und Schüler Distanzunterricht erteilt werden soll.

Der Krisenstab wird unterdessen vor der nächsten Gesprächsrunde von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länder-Chefs am Montag (12. April) keine weiteren Regelungen in einer eigenen Allgemeinverfügung treffen, die ohnehin nur Interimslösungen sein würden.