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Remscheid beendet Wuppertaler „Mülltourismus“

Corona-Pandemie : Remscheid beendet Wuppertaler „Mülltourismus“

Die seit dem 20. März 2020 im Rahmen der Corona-Pandemie geltende Schließung der Wuppertaler Recyclinghöfe hat die Nachbarstadt Remscheid in Bedrängnis gebracht. Doch die handelt nun.

„Am Samstag war die Hölle los“, bilanziert Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Zeitweise herrschte ein Verkehrschaos, die Polizei musste eingreifen, um erhebliche Rückstaus zu verhindern. Der Grund: Auch zahlreiche Wuppertaler und Solinger waren zum Wertstoffhof an der Solinger Straße gefahren, um dort Grünschnitt und Abfälle abzuladen. Viele hatten das sonnige Wochenende genutzt, um ihre Gärten und Wohnungen aus Vordermann zu bringen. Doch sie wussten nicht wohin mit dem Müll.

Remscheid hat nun die Reißleine gezogen. Zwar bleibt der eigene Recyclinghof geöffnet. „Das müssen wir für unsere Handwerkerinnen und Handwerker“, sagt Mast-Weisz. Kundinnen und Kunden aus anderen Städten werden aber nicht mehr angenommen. Eine Vorgehensweise, wie sie übrigens in Wuppertal bereits schon lange und damit weit vor der Corona-Krise praktiziert wird. Der Grünschnitt wird nun auf dem Remscheider Schützenplatz gelagert – aber auch hier gilt der Service ausschließlich für Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

Mast-Weisz will nun das Gespräch mit den Nachbarstätten suchen. Er befürchtet, dass noch mehr wilde Müllkippen entstehen. Die Wuppertaler AWG hatte zuletzt mitgeteilt, dass es derzeit nicht möglich sei, die fünf Recyclinghöfe wieder zu öffnen, auch nicht teilweise.