1. Corona Virus

Bürgerbeteiligung in Wuppertal: Weiter mitreden – auf anderen Wegen

Bürgerbeteiligung : Weiter mitreden – momentan auf anderen Wegen

„Auch wenn die Corona-Krise unseren Alltag komplett auf den Kopf gestellt hat, so müssen wir wesentliche Elemente unserer demokratischen Strukturen auch weiter mit Leben füllen – nur eben mit anderen Mitteln“, sagt Oberbürgermeister Andreas Mucke zur aktuellen Arbeitssituation der Stabstelle Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement.

Deren Arbeit lebt vom persönlichen Austausch mit den Menschen in Wuppertal: sei es in Form der Runden Tische der „KoSI-Lab“-Projekte, der Sitzungen des Beirats Bürgerbeteiligung oder der „TalJubel“-Workshops. Doch seit mehr als zwei Monaten ist dieser enge Kontakt mit den Menschen nicht mehr möglich – die Stabsstelle musste vorübergehend ihren Aufgabenschwerpunkt verlagern. So bündelten die Mitarbeiterinnen in Kooperation mit dem „Zentrum für gute Taten“ die ehrenamtlichen Hilfsangebote in Zeiten von Corona (wie das Nähen von Mund-Nasen-Schutz) auf der städtischen Seite oder stellten Unterstützungsausweise für Menschen aus, die zum Beispiel in ihrer Nachbarschaft Einkaufsdienste anbieten.

Das Jugendbeteiligungsprojekt „TalJubel – Du redest mit“, das gemeinsam mit dem Wuppertaler Jugendrat ins Leben gerufen wurde, startete im Februar 2020 mit ersten Workshops. Da durch die Pandemie rund ein Dutzend bereits geplanter Workshops mit Schulklassen und Jugendgruppen ausfallen musste, wird das gesamte Projekt voraussichtlich in den Herbst/Winter 2020 verschoben. Auch die März-Sitzung des Beirats Bürgerbeteiligung fand nicht wie geplant statt. Die kommende Zusammenkunft des Gremiums steigt am Mittwoch (27. Mai 2020) virtuell über den Videokonferenz-Anbieter „GoToMeeting“ statt. Themen sind unter anderem die Vorhabenliste und die Zukunft des Beirats Bürgerbeteiligung nach den Kommunalwahlen 2020. Wer teilnehmen will, kann sich unter buergerbeteiligung@stadt.wuppertal.de anmelden.

Die Arbeit der Engagementförderung ist durch Corona ebenso beeinträchtigt. Der für Ende März geplante Runde Tisch „Sauberes Unterbarmen“ im Rahmen des Projektes „KoSI-Lab“ musste abgesagt werden. Dennoch gibt es einen Austausch über das „KoSI-Lab-Projekt“. Noch in dieser Woche sollen ehrenamtlich künstlerisch gestaltete Mülleimer durch den ESW montiert werden. Für künftige Treffen der verschiedenen KoSI-Lab-Projekte wird aktuell noch nach möglichen, auch digitalen Lösungswegen gesucht. Als Anlaufstelle fürs Ehrenamt steht das „Zentrum für gute Taten“ zur Verfügung. Die Beratung findet per Mail (post@zfgt.de) und telefonisch (0202 / 299 981 13, Ralf Keller).