Auch Hotels und Restaurants Noch 499 freie Ausbildungsplätze in Wuppertal

Wuppertal · Zum Start des neuen Ausbildungsjahres registriert die Arbeitsagentur noch 499 offene Ausbildungsplätze in Wuppertal. Darunter sind neun in Hotels, Restaurants und Gaststätten. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin.

Nicht jeder Tag ist Tortentag – außer in Konditoreien. Trotzdem haben Ausbildungen oft auch ihre süßen und kreativen Seiten.

Foto: NGG | Florian Göricke

„Wer noch keine Ausbildung hat, sollte die nächsten Wochen als Startphase ins Berufsleben nutzen. Die meisten Betriebe sind da flexibel: Die Ausbildung muss nicht pünktlich am 1. August anfangen. Auch im September und selbst im Oktober geht da oft noch was“, sagt Zayde Torun.

Die Geschäftsführerin der NGG Düsseldorf-Wuppertal rät Jugendlichen, nicht auf Gelegenheitsjobs zu setzen, sondern auf einen Ausbildungsvertrag: „Wer sich in Betrieben später weiterentwickeln will, der braucht eine solide Ausbildung als Fundament. Die 3 Jahre Ausbildung sind gut investiert.“

Entscheidend sei allerdings, beim Ausbildungsbetrieb genau hinzugucken: „Das Geld, das ein Auszubildender verdient, muss passen. Dabei ist es wichtig, sich für einen Betrieb zu entscheiden, der Tariflöhne zahlt.“ Außerdem sollten Auszubildende darauf achten, dass es eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) gebe.

Torun: „Das ist eine Art ‚Jugend-Betriebsrat‘, der sich für die Interessen der jungen Belegschaft stark macht und zum Beispiel darauf achtet, dass der Rahmenplan für die Ausbildung auch eingehalten wird. Der ist wichtig, damit Auszubildende nicht ausgenutzt werden. Denn was bringt es, wenn man mit Arbeiten zugeschüttet wird, die mit der Ausbildung selbst wenig oder nichts zu tun haben?“

So sollten angehende Bäckereifachverkäuferinnen darauf achten, nicht nur „zum Brötchenschmieren im Hinterzimmer“ abgestellt zu werden. „Sie müssen vor allem in den Verkauf und an die Kasse. Denn zur Ausbildung für eine Bäckereifachverkäuferin gehört auch der kaufmännische Teil“, erklärt Torun.