Bergische Uni Wuppertal Thementage über Studienzweifel

Wuppertal · Zum dritten Mal veranstalten 19 Hochschulen in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Projekts „Next Career“ die „Überregionalen Thementage Studienzweifel“. Den gesamten Mai über können sich Studierende zu Themen wie Fach- und Hochschulwechsel, Neustart, alternative Karrierewege und Berufsorientierung digital und kostenfrei informieren.

 Die Organisatorinnen und Organisatoren im NRW-weiten Projekt „Next Career“ trafen sich in Wuppertal zur Planung der dritten „Überregionalen Thementage Studienzweifel“ im Mai.

Die Organisatorinnen und Organisatoren im NRW-weiten Projekt „Next Career“ trafen sich in Wuppertal zur Planung der dritten „Überregionalen Thementage Studienzweifel“ im Mai.

Foto: Olivia Sojka

Die Veranstaltungsreihe ist ein Hilfsangebot an Studierende aus NRW, die ihre Studienwahl hinterfragen. Die Bergische Universität hat neben überregionalen Angeboten auch ein Programm für die Studierenden in Wuppertal organisiert, das ab dem 4. Mai startet. Alle Termine, Themen und Infos dazu sind online unter www.bergauf.uni-wuppertal.de abrufbar.

Die 19 Initiatorinnen und Initiatoren der Thementage Studienzweifel haben ein vierwöchiges NRW-weites Online-Programm auf die Beine gestellt, das sich gleichermaßen an Studienzweiflerinnen und -zweifler sowie Studienfachwechslerinnen und -wechsler richtet, als auch an Studierende mit ernsthaften Gedanken, das Studium ohne Abschluss zu beenden. In den mehr als 20 Veranstaltungen erfahren Interessierte unter anderem, was sie in Umbruchsituationen tun können, wo sie überhaupt anfangen sollen und an wen sie sich wenden können.

Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden und Beratungsangebote

An der Bergischen Universität können Studierende zudem in einem dreiteiligen Intensiv-Workshop zur Analyse und Entscheidungsfindung ihren Zweifeln auf den Grund gehen und sich im Vortrag der Agentur für Arbeit, der Bergischen IHK und der Handwerkskammer Düsseldorf über alternative Berufswege informieren. Weitere Highlights des Wuppertaler Programms sind außerdem die Vorträge „Besser entscheiden in unsicheren Situationen“ von Prof. Dr. Peter Witt vom Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement und „Doch keine Lust auf Lehramt! Was jetzt?“ des Studienberaters Mathias Kanes. Die Veranstaltungen finden – wenn nicht anders angegeben – digital statt und sind auch für Studierende anderer Hochschulen offen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hochschulen wollen mit Tabu brechen

Das eigene Studium zu hinterfragen, kennen viele junge Menschen. Gleichzeitig sind Zweifel und Abbruchgedanken immer noch ein gesellschaftliches Tabuthema. Damit wollen die teilnehmenden Hochschulen aus NRW brechen. Organisiert im überregionalen Förderprogramm „Next Career“ und finanziert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW (MKW) setzen die Hochschulen mit der Veranstaltungsreihe ein Signal gegen das Stigma des Zweifelns und „Scheiterns“. Denn die Gründe, warum Studierende ihre Entscheidung zum Studium in Frage stellen und sich mitunter in eine ganz neue Richtung orientieren, sind sehr vielfältig. Zudem möchte die Reihe aufzeigen, dass Zweifel auch neue Chancen bieten können.

Hilfsangebot für Studierende

Bereits zum dritten Mal initiieren die Projektkoordinatorinnen und -koordinatoren der Hochschulen die Themenwochen – ein Zeichen dafür, dass sich das Format etabliert hat. Mit ihren vielfältigen Unterstützungsangeboten während der Thementage haben die Hochschulen inzwischen mehr als 1.000 junge Menschen erreicht. „Wichtig ist das Signal, das die Hochschulen mit der Veranstaltungsreihe setzen: jungen Menschen in der beruflichen Orientierung die Selbstsicherheit zu geben, ihren individuellen Weg zu finden“, sagt Dr. Christine Hummel, Leiterin der Zentralen Studienberatung der Bergischen Universität Wuppertal.

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