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Wuppertaler Linke: Linke: „Solidarität mit der Schaeffler-Belegschaft“

Wirtschaft : Linke: „Solidarität mit der Schaeffler-Belegschaft“

Als „geradezu abstoßend und unsozial“ bezeichnet der Linken-Ratsherr Bernhard Sander die Reaktionen einiger Faktionen die Ankündigungen des Schäffler-Konzerns, den Standort Wuppertal aufzugeben.

„Hier stehen 700 qualifizierte Arbeitsplätze auf dem Spiel. Und die eine Fraktion gibt den Kampf auf, ohne überhaupt etwas versucht zu haben. Die andere verteilt bereits das Firmengrundstück“, so Sander, der Mitglied des neu gebildeten Wirtschaftsausschusses des Stadtrates ist. Er schlägt stattdessen gemeinsame Gespräche mit der Wirtschaftsförderung, der Gewerkschaft und dem Management auf Grundlage des IG-Metall-Konzeptes vor.

Die Linken in Bezirksvertretung Elberfeld-West fordern unterdessen „Solidarität mit der Schaeffler-Belegschaft“. In einer Stellungnahme heißt es: „Der zweitgrößste Industriebetrieb in Elberfeld-West soll geschlossen werden, obwohl der Betriebsrat ein fundiertes Konzept zum Erhalt des Wuppertaler Standortes vorgelegt hat. Seit 2013 gab es Wellen von Entlassungen, 750 Arbeitsplätze wurden gestrichen. Die Belegschaft hat auf Lohn verzichtet. Wieder sollen Facharbeiterinnen und -arbeiter, Angestellte, Auszubildende und Dienstleisterinnen und -leister zu Hunderten in die Arbeitslosigkeit geschickt werden. Wenn sich die Konzernleitung durchsetzt, bleiben verzweifelte Menschen und eine Industrieruine zurück.“

Die Entscheidung „über 700 Arbeitsplätze, über die Lebenswege von über 700 Menschen“ hätten Maria-Elisabeth und Georg F. W. Schaeffler in Absprache mit dem Vorstandsvorsitzenden Klaus Rosenfeld getroffen, weil die Zahl der deutschen Schaeffler-Arbeitsplätze proportional nicht stimme. „Trotzdem wird eine Dividende im angekündigter Höhe an die Aktienbesitzerinnen und -besitzer ausgezahlt, und auch Übernahmen anderer Firmen sind geplant. Die Familie Schaeffler besitzt zwischen 8,5 und 13,5 Milliarden US-Dollar und gehört zu den Top 20 der deutschen Miliardärinnen und Milliardäre“, so Bezirksvertreter Sebastian Schröder.

Und weiter: „In Wuppertal kennen die Menschen die Auseinandersetzungen zwischen Kapital und Arbeit seit über 200 Jahren. Schon Friedrich Engels hat über die Ungerechtigkeit der Klassengesellschaft aufgeklärt, und so ist es noch immer, es hat sich nicht geändert. Die Eigentümerinnen der Produktionsmittel und das Management entscheiden, die abhängig Beschäftigten haben sich danach zu richten. Die Linke steht an der Seite der Schaeffler-Belegschaft!“