1. Wirtschaft

Das Wuppertaler KÖBO-Haus, sein Name​ und seine Geschichte

Sparkassen-Filiale : Das Wuppertaler KÖBO-Haus und sein Name

Seit den 1920er Jahren ist das sogenannte KÖBO-Haus nicht mehr aus der Elberfelder Innenstadt wegzudenken. Durch den Einzug der Sparkassen-Filiale Döppersberg in die Räumlichkeiten ist der Name wieder in aller Munde. Nicht zuletzt auch durch die Anbringung eines neuen Schriftzuges an der Außenfassade.

Seine Entwicklung nimmt das KÖBO-Haus 1924/25 mit der Neugestaltung des Schwebebahnhofes, der ein angrenzendes Geschäftshaus umfasst. Das Wuppertaler Unternehmen KÖBO, dessen Kürzel sich aus den einstigen Gründern Emil Köhler und Hermann Bovenkamp zusammensetzt, verleiht diesem seinen Namen. Es ist hier ansässig und nutzt die untere Etage als Ausstellungsfläche für seinen Autohandel. Die neusten Modelle namhafter Hersteller werden hier präsentiert.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird der Automobilhandel dann in zwei separate Handelsunternehmen ausgelagert. Die KÖBO GmbH & Co KG (ehemals Köhler und Bovenkamp GmbH & Co. KG) konzentriert sich von nun an auf ihr Kerngeschäft und produziert weiterhin an der Hatzfelder Straße Hochpräzisionsketten sowie individuelle Förderketten.

Im Zuge der Aufteilung der Geschäftsfelder verlässt auch der Autohandel das KÖBO-Haus. Der Name „KÖBO-Haus“ überdauert jedoch. Das Gebäude wird fortan anderweitig genutzt.

Seit Juli 2022 ist auch die Sparkasse Wuppertal mit der neuen Filiale Döppersberg im KÖBO-Haus daheim. Die Firma KÖBO und die Sparkasse vernindet eine langjährige Beziehung. Als die Firma KÖBO 2004 in große finanzielle Schieflage geriet, sorgte die Sparkasse mit ihrem monetären Einsatz dafür, dass auch andere Kreditgeber mit an Bord kamen.

Das Überleben des Wuppertaler Unternehmens und damit auch der Erhalt von zahlreichen Arbeitsplätzen vor Ort wurde so gesichert. Heute ist das Unternehmen saniert und zukunftsträchtig aufgestellt.