Tierisches Engagement zum Internationalen Tag der Freundschaft "Ausgestorben 2025"

Wuppertal · Wildtiere in Zoos haben viele Freunde. Ganz besondere Freunde haben sie in Bruno Hensel und seinen Mitstreitern gefunden: Der 54-jährige Wuppertaler vertritt als Präsident der Gemeinschaft Deutscher Zooförderer (GDZ) 70.000 Zoobegeisterte aus 57 Fördervereinen.

Tierisches Engagement zum Internationalen Tag der Freundschaft: "Ausgestorben 2025"
Foto: GDZ

Für den Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) ist die GDZ eine wichtige Vereinigung, die die Neuausrichtung des VdZ hin zu mehr Engagement im Arten- und Tierschutz und zur Bildung der Zoobesucher unterstützt. Beide Vereinigungen blicken zurück auf eine langjährige Freundschaft.

Aufgewachsen im zooreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, begann das Engagement von Bruno Hensel in seiner Heimatstadt Wuppertal. "Meine Begeisterung für Tiere wurde schon in meiner Kindheit durch regelmäßige Zoobesuche geweckt. Im Alter von 26 Jahren bin ich schließlich dem Wuppertaler Zoo-Verein beigetreten", erzählt Hensel, dem 2010 für seinen besonderen ehrenamtlichen Einsatz das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde und der im Jahr 2000 die Leitung des inzwischen mitgliederstärksten Fördervereins in Wuppertal übernahm.

15 Jahre später steht er an der Spitze der deutschen Zooförderervereinigung GDZ. Seine Aufgaben sind mit den Themen Informationsaustausch, Interessenvertretung und Engagement für Artenschutz ebenso vielfältig wie die Strukturen der einzelnen Zoo-Mitgliedsvereine. Alle jedoch eint die Begeisterung für ihren jeweiligen lokalen Zoo oder Tierpark, Tiere und den Einsatz für den Artenschutz.

In den letzten Jahren haben die meisten Zoofördervereine ihre Mitgliederzahlen und damit den Zuspruch für ihre Arbeit deutlich gesteigert. Auch die finanzielle Unterstützung ist ein Superlativ: Mehr als 75 Mio. Euro haben die Zoofördervereine in den vergangenen 15 Jahren in ihre Zoos investiert. Bruno Hensel dazu: "Diese Investitionen werden in vielen kommunalen Zoos aufgrund der angespannten Finanzlage immer wichtiger, da die Städte zwar von den Zoos als attraktive Freizeiteinrichtungen profitieren, gleichzeitig aber die Zuschüsse reduzieren müssen."

Hensel ist davon überzeugt, dass die Relevanz von wissenschaftlich geführten Zoos bedingt durch die Digitalisierung und die Verstädterung der Gesellschaft weiter zunehmen wird: "Unsere Kinder und Enkelkinder werden die Generationen sein, die viele Tierarten nur noch aus dem Internet mit Hinweis ,Ausgestorben 2025' kennen werden. Dies gilt gleichermaßen für bekannte Großtierarten wie für viele kaum bekannte Arten."

ieser Einschätzung schließt sich auch Volker Homes, Geschäftsführer des VdZ, an: "Zoos verstehen sich als Anwalt bedrohter Tierarten und ihrer Lebensräume. Mit zielgerichteten Artenschutzmaßnahmen arbeiten wir daran, über Bedrohungsfaktoren aufzuklären und ihre Auswirkungen zu vermindern. Wir sind dankbar, die Zoofördervereine und den GDZ dabei als Freunde und Partner an unserer Seite zu wissen."