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Nordpark-Verkehrsdebatte: „Turmterrassen“-Gastronom: „Neue Parkfläche unverzichtbar“

Nordpark-Verkehrsdebatte : „Turmterrassen“-Gastronom: „Neue Parkfläche unverzichtbar“

Das Thema der Verkehrssituation am Nordpark sowie die damit verbundene Parkplatz-Debatte zieht weiterhin Kreise. Die Rundschau traf Marcel Thomas, den Eigentümer der „Nordpark-Turmterrassen“. Er hat klare Vorstellungen für die Zukunft.

Der erfahrene, bekannte Gastronom restauriert die „Turmterrassen“ seit zehn Jahren detailgenau und hochwertig, baut die aus vielen Ebenen bestehende Immobilie um – und will das Haus zu einem facettenreichen Café-Restaurant mit großem (Hochzeits-)Eventbereich machen.

Mit Blick auf die aktuelle Situation in Sachen Nordpark-Zufahrt und dem vor allem bei schönem Wetter haarsträubenden Kampf um die wenigen vorhandenen Parkplätze beschreibt Marcel Thomas den immer gleichen Ablauf: „So gut wie jeder, der mit dem Auto kommt, fährt bis ganz nach vorn, um zu schauen, ob es noch Platz fürs Auto gibt. Das ist eine menschliche Eigenschaft, die sich kaum ändern lässt. Wenn dann in dem kreisverkehrsähnlichen Rondell am Nordpark-Eingang ein Eiswagen steht, wird das Wenden und Wieder-Zurückfahren wegen der Spaziergängermengen, kleinen Kinder, Kinderwagen und Fahrräder zum gefährlichen Nervenspiel.“

Marcel Thomas möchte zu Ostern einen kleinen Kiosk an der „Turmterrassen“-Vorderseite eröffnen und hat bereits komplett fertige öffentliche (gebührenpflichtige) WCs an der Gebäudeseite zum Wildpark installiert, die noch auf ihren offiziellen Startschuss warten müssen. Er setzt ganz klar auf den neuen Parkplatz, um den sich die aktuelle (politische) Diskussion dreht und dessen Realisierung durch die Stadt zurzeit allein schon wegen des Rodungsverbotes bis Ende September ausgesetzt ist. Außerdem geht es Thomas um eine veränderte Verkehrsführung in der Straße Mallack, die der Haupt-Autoweg zum Nordpark ist.

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17 Parkplätze kurz vor dem oben beschriebenen Rondell werden, wenn die „Turmterrassen“ eröffnen, zum Lokal gehören – und dann gebührenpflichtig sein, „wie es die neuen städtischen Stellplätze laut OB Schneidewind auch sein werden“, so Marcel Thomas. Weitere Parkplätze für das Restaurant sollen hinzukommen: Das ist eine Verabredung mit der Stadt – dafür, dass es dann die öffentlichen Toiletten gibt. Zurzeit hat das bei allen Generationen beliebte und von der Stadt in den letzten Jahren attraktiv ausgebaute Naherholungsziel mit „Skywalk“ und Wildpark in Sachen WC nichts zu bieten. Folge: Wenn’s mal dringend wird, bleibt oft nur das Sich-in-die-Büsche-Schlagen ...

Für Marcel Thomas ist klar: „Die neue Parkfläche ist in der geplanten Größe sinnvoll und unverzichtbar, allein um den Raum der Straße Mallack für eine langfristig für alle tragbare Zuwegung neu aufzuteilen.“ Genau diese neue Verkehrsplanung ist für ihn Bedingung für jeden zusätzlich entstehenden Parkplatz: Marcel Thomas stellt sich auf dem überwiegenden Teil der Strecke einen Zwei-Richtungsverkehr plus Fußgängerstreifen vor. Platz genug dafür ist seiner Auffassung nach vorhanden – wenn die bisherigen Schrägparkplätze reduziert werden und das Parken vor einigen Mallack-Häusern (hier handelt es sich nicht um Anwohner-Parkplätze) endet. Den Anwohnern der Straße sollte, findet der Gastronom und Investor, dann auf dem neuen Parkplatz ein eigener Raum gewährt werden, der nur ihnen vorbehalten ist.

Die Initiative von Oberbürgermeister Schneidewind, der mit der Firma Axalta die Wochenend-Freigabe eines etwa 500 Meter entfernten Park-Areals, auf dem rund 50 Autos Platz finden, ausgehandelt hat, findet Marcel Thomas grundsätzlich lobenswert. „An der Problematik hier unmittelbar vor Ort ändert das aber leider gar nichts“, so seine Einschätzung. Einerseits sei es „romantisch zu glauben, dass die Mehrheit der Nordpark-Besucher nicht, wie immer schon, bis ganz an den Park heranfahren, um eventuell einen Platz für ihr Auto zu finden“. Andererseits schüttelt Marcel Thomas den Kopf über die Tatsache, dass vom Axalta-Parkplatz nur ein unbefestigter Waldpfad bergab zur kleinen Autobahnbrücke führt, die man überqueren muss, um in die Nähe des Nordparks zu kommen.

 Dieser „wilde“ Weg führt vom Axalta-Parkplatz bergab zur Fußgänger-Autobahnbrücke.
Dieser „wilde“ Weg führt vom Axalta-Parkplatz bergab zur Fußgänger-Autobahnbrücke. Foto: Wuppertaler Rundschau

Die CDU habe zwar gefordert, dass nun Schilder und Beleuchtung kommen müssten, von der Befestigung des bei Regen morastigen Weges sei allerdings bisher nirgendwo die Rede gewesen. Marcel Thomas, mit dessen Namen die „Palette“ auf dem Sedansberg, das „Muluru“ im Von der Heydt-Museum oder auch das „Café Podest“ im Skulpturenpark eng verbunden sind und waren, verhehlt nicht, dass bis zum wirklichen Start der „Nordpark-Turmterrassen“ noch einige (Umbau-)Zeit ins Land gehen wird.

Aber: „Bevor die Parkplatzfrage und das Thema der Mallack-Verkehrsführung nicht zufriedenstellend geklärt sind, werde ich das Lokal nicht eröffnen. Zustände, wie sie zurzeit hier herrschen, kann ja kein Gastronom seinen Gästen zumuten.“