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Sanierung: Wuppertaler Freibad Mählersbeck zwei Jahre zu

OB Mucke in Nächstebreck : Sanierung: Freibad Mählersbeck zwei Jahre zu

Gut besuchtes Haus im CVJM-Heim Hottenstein: Zuerst hatte Oberbürgermeister Andreas Mucke auf seiner „Zuhör-Tour“ in Nächstebreck mit Bezirksbürgermeisterin Christel Simon, weiteren Bezirksvertretern und dem Vorstand des Nächstebrecker Bürgervereins sowie des Vereins „leben wuppertal-nord“ einen Quartierrundgang zu „neuralgischen Punkten“ gemacht.

Dann gab es im CVJM-Saal für interessierte Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit zum Dialog mit dem Stadtoberhaupt. Mucke: „Das ist Ihr Abend. Ich möchte hören, was Ihre Themen sind.“ Regelmäßig ist der OB auf „Zuhör-Tour“ in den Stadtteilen unterwegs, schaut sich Projekte und Problem-Ecken an, besucht Einrichtungen und nimmt bietet offene Gesprächsrunde an.

In Nächstebreck ging der Bürger-Dialog Uhr mit Fragen zur Sanierung des Freibades Mählersbeck los. Wie ist der genaue Zeitplan? Welches Budget steht zur Verfügung? Gibt es Solarenergie? Mucke hatte Positives zu berichten: Das Ziel, das letzte städtische Freibad langfristig zu erhalten, werde mit der Höchstfördersumme des Bundes für Sportstätten von vier Millionen Euro und dem eigenen Sanierungsbudget des Gebäudemanagements von fünf Millionen Euro gesichert. Nach einer ersten Beteiligungsphase mit den Vereinen und dem Stadtsportbund stehe im Zuge der Detailplanung eine zweite Bürgerbeteiligung an. Neben der baulichen Modernisierung seien auch Lärmschutz, energetische Sanierung und die Attraktivierung des Bades auf der Agenda. Das Freibad muss zwei Saisons lang, im Sommer 2021 und 2022, für die Umbaumaßnahmen geschlossen bleiben.

Weitere Anlagen der Nächstebreckerinnen und Nächstebrecker: die Anfahrt- und Parkmöglichkeiten beim Postshop an der Schmiedestraße, die Sicherung des Fuß- und Radverkehrs im Bereich des großen Kreisels und der IKEA-Zufahrten, der fehlende Bürgersteig am Mollenkotten, Tempoüberwachung an der Linderhauser Straße, die Sanierung der Autobahnbrücken über den Eichenhofer Weg, die Chancen für zusätzliche Photovoltaikanlagen unter der Regie der Bürgergenossenschaft Energie oder die künftige Bebauung des Sportplatzes Löhrerlen. Mucke beantwortete die Fragen oder nahm sie zur weiteren Bearbeitung mit ins Rathaus.

Neben den Einzelthemen gab es ein größeres Anliegen: die Belastung der Bürger im Bereich Erlenrode durch die Geruchs- und Staub-Emissionen des Asphaltmischwerks. Der Oberbürgermeister verwies auf die gesetzlichen Grundlagen für das Unternehmen und bot eine eigene Gesprächsrunde mit den Expertinnen und Experten der Verwaltung an. „Dann können wir alle Aspekte noch einmal gründlich austauschen.“ Sein Büro werde dazu einladen.

Wuppertals OB Andreas Mucke. Foto: Stadt Wuppertal / Medienzentrum

Im Zuge der Kompromissverhandlungen um das geplante Gewerbegebiet Nächstebreck hatte sich der Bürgerverein für Flüsterasphalt und eine auf 50 Kilometer pro Stunde reduzierte Höchstgeschwindigkeit als Lärmschutz für die Wittener Straße eingesetzt. Der Oberbürgermeister brachte dazu eine Vorlage in den Stadtentwicklungsausschuss ein, die inzwischen beschlossen wurde. Für ein dringend notwendiges neues Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Nächstebreck sind im Haushalt 50.000 Euro Planungsmittel eingestellt. Nun solle zügig ein Standort gesucht werden, so der Wunsch von Feuerwehr und Bürgerverein.

Mucke verwies zum Abschied alle, „die jetzt vielleicht noch etwas vergessen haben“ auf seine Bürger-Sprechstunden im Rathaus und die Möglichkeit, sich jederzeit per Mail oder Brief mit Anliegen an den Oberbürgermeister zu wenden.