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30.000 Bienen für Wichlinghausen

Umweltaktion : 30.000 Bienen für Wichlinghausen

Fast ein Jahr musste Eric Stöcker, der Leiter des Stadtteilzentrums „Wiki“ darauf warten. Doch nun wurde sein Traum von einer neuen Bienenheimat in Wichlinghausen erfüllt. Endlich summt es neben den Kastanienbäumen und der Wildblumenwiese.

Die Bienen am „Wiki“ sind ein Projekt, das über den Verfügungsfonds der Sozialen Stadt Oberbarmen und Wichlinghausen finanziert wird. Der Beirat hatte es einstimmig als förderungswürdig anerkannt. Marko Golub, Beiratsmitglied, Bereichsleiter beim SKJ und Hobbyimker, hat einen Bienenstock gespendet.

Da die Bienen erst dieses Frühjahr nach Wichlinghausen kommen konnten, wurde die Zeit genutzt, um die Nachbarschaft auf die Ankunft vorzubereiten. Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren konnten in den vergangenen Monaten ein Bienenjahr miterleben und bei verschiedenen Aktionen die Relevanz der Tiere für die Natur, aber auch für die Menschen erleben. Mit den Kindern als Vorreiterinnen und Vorreitern wurden auch deren Eltern sowie Nachbarinnen und Nachbarn angesprochen, sich mit dem Thema zu befassen und sich einzubringen. Die Angebote waren vielfältig: Informationsabende, Pflanzaktionen, Roboterspiele mit elektrischen Bienen, Vorlesestunden und Besuche bei Imkerinnen und Imkern in der Umgebung.

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Kürzlich sind die Bienen in Wichlinghausen gelandet. Sie schwärmen schon aus, um Pflanzen zu bestäuben und Honig zu gewinnen. „Es handelt sich um ein geschwärmtes Volk mit etwa 30.000 Bienen. Es ist stark und stiftet bereits, das heißt, dass die Königin kleine Stifte legt – also Nachkommen“, berichtet Marko Golub. Eric Stöcker ist gespannt, wie sich die Bienen mit der neuen Umgebung und den eigens mit nachbarschaftlicher Hilfe gepflanzten Wildblumen anfreunden. „Wir hoffen, dass die Bienen sich in der neuen Heimat auf der Wiese vor dem ,Wiki‘ wohlfühlen. Wir tun dafür unser Bestes“, beteuert der „Wiki“-Leiter.

 Das neue „Zuhause“ des Bienenvolks.
Das neue „Zuhause“ des Bienenvolks. Foto: 422

Viele Nachbarinnen und Nachbarn haben sich inzwischen mit den Bienen bekannt gemacht. Die sechsjährige Flora wohnt direkt neben dem „Wiki“ und kann sie vom Haus aus sehen. „Bienen sind so süß. Und gar nicht gefährlich“, weiß sie. Flora hat extra eine gemalt, die jetzt als Hinweisschild am „Wiki“-Bienenstock hängt. Ob ihr auch der erste Stadtteilhonig-Honig schmecken wird? Denn „ganz vielleicht“, verrät Eric Stöcker, „kann es schon in diesem Jahr den ersten Wichlinghauser Honig geben.“

Jetzt wird überlegt, wie man die Bienen weiter als Mittel einsetzen kann, um Menschen zusammenzubringen, etwas über die Umwelt zu erfahren und sich aktiv für den Stadtteil einzusetzen. Wer sich für die fleißigen Bienen interessiert oder eine Idee für ein Projekt rund um die fliegenden Neu-Wichlinghauser hat, kann sich an Eric Stöcker oder das „VierZwoZwo“-Quartierbüro wenden. Im Moment funktioniert die Kontaktaufnahme am besten per E-Mail an info@vierzwozwo.de oder estoecker@diakonie-wuppertal.de