Stadt und Polizei helfen Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen im Freibad Vohwinkel

Wuppertal · Nach den gewalttätigen Übergriffen im Freibad Vohwinkel gibt es erste Maßnahmen. So wird unter anderem die Zahl der Security-Kräfte, die gleichzeitig auch Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer sind, erhöht. Dafür sichert die Stadt dem privaten Betreiberverein finanzielle Unterstützung zu.

Das Freibad Vohwinkel (Archivbild).

Das Freibad Vohwinkel (Archivbild).

Foto: Achim Otto

Matthias Nocke, Leiter des Geschäftsbereichs Kultur und Sport & Sicherheit und Ordnung, hatte kurzfristig für Dienstagmittag eine Runde einberufen, um über die Vorfälle und geeignete Maßnahmen zu sprechen.

„Die Stadt lässt die Ehrenamtlichen im Freibad Vohwinkel mit diesem Problem nicht allein und wir möchten auch dafür sorgen, dass die Badegäste sich im Freibad sicher fühlen“, so Nocke. An dem Gespräch mit dem ersten Vorsitzenden des Fördervereins, Torsten Langewiesche, nahmen Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Jugendamt, Ressort Zuwanderung und Integration, Ordnungsamt und Sport- und Bäderamt teil.

Robert Gereci, Polizeidirektor in Wuppertal, sagte „konsequente Unterstützung“ im Bad zu, aber auch bei der Nachverfolgung von fremdenfeindlichen Äußerungen in den sozialen Medien, die der Verein beklagt. „Die Regeln bei uns im Bad gelten für jeden, egal welcher Herkunft“, stellte Langewiesche klar.

Dazu gehört auch, dass ab sofort im Bad eine Einlasskontrolle erfolgt, bei der sich der Verein eine Taschenkontrolle vorbehält, damit keine Gegenstände ins Bad gelangen, die dort nichts zu suchen haben, Flaschen oder Messer beispielsweise. Die Badegäste sollen darüber mit Plakaten, auch in verschiedenen Sprachen, informiert werden.

Ebenfalls sollen nur noch Personen Zutritt zum Bad gewährt werden, die auch ein offenkundiges Interesse am Schwimmen haben, also Badesachen dabeihaben. Außerdem wird die Präsenz der Security-Kräfte, die im Freibad gleichzeitig als Rettungsschwimmer tätig sind, verstärkt werden. Matthias Nocke sicherte dem Verein hierfür die erneute finanzielle Unterstützung durch die Stadt zu.

„Mit diesen Sofort-Maßnahmen sollte die Situation im Freibad sich für Betreiber und Gäste entspannen, damit dem ungetrübten Badevergnügen in diesem Sommer nichts entgegensteht“, so die Stadt.