Buntenbecker Feld in Vohwinkel Linke: „Mitglieder der Bezirksvertretung überstimmt“

Wuppertal · Die Linke in Wuppertaler Rat kritisiert den Aufstellungsbeschluss des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Bauen und Standortmarketing für das Buntenbecker Feld. Damit übergehe er die Bezirksvertretung.

Das Wuppertaler Rathaus (Symbolbild).

Foto: Christoph Petersen

Der Beschluss sei „gegen das erneuerte Votum der Bezirksvertretung Vohwinkel und trotz erheblicher fachlicher Bedenken“ getroffen worden. „CDU und SPD setzten den Beschluss dabei im Ausschuss durch, obwohl ihre eigenen Fraktionen in der Bezirksvertretung nicht zugestimmt hatten“, so die Linke.

Die Verwaltung begründe „den BUGA-Parkplatz damit, dass so keine zusätzlichen Flächen für die BUGA versiegelt werden müssten, weil das Buntenbecker Feld später ohnehin als Gewerbegebiet bebaut werde“. Ausschussmitglied Niklas Schönfeld: „Das Argument lautet sinngemäß: Wir bauen einen Parkplatz, um keinen Parkplatz bauen zu müssen. Das vorgeschobene Gewerbegebiet dient dazu, diesen Schritt vorab zu rechtfertigen und unumkehrbare Fakten zu schaffen.“

Für die Menschen vor Ort bedeute das „erst ein Parkplatz für wenige Monate BUGA, anschließend Asphalt, Hallen, zusätzlicher Verkehr und dauerhaft verlorene Freifläche inklusive bekannter Probleme bei der Entwässerung und negativen Auswirkungen auf das Mikroklima“.

Besonders schwer wiegt aus Sicht der Linken das politische Signal: „Die Mitglieder der Bezirksvertretung Vohwinkel, welche die direkt betroffene Bevölkerung repräsentieren, wurden von den Mehrheiten auf Ratsebene überstimmt. Ob ihre Argumente überhaupt in die Abwägung eingeflossen sind, bleibt offen.“

BV-Mitglied Fabian Arndt: „Wenn Bezirksvertretungen übergangen werden, sobald sie unbequem sind, kann man sich ihre Beteiligung auch sparen. Akzeptanz entsteht nicht durch Durchregieren, sondern dadurch, dass Argumente ernsthaft geprüft werden. Aber das ist hier nicht erkennbar.“