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Neubau für Wuppertaler Grundschule Hainstraße bis 2024

Elberfeld : Neubau für Grundschule Hainstraße bis 2024

Die Grundschule Hainstraße soll nach Angaben der Stadtverwaltung Anfang 2024 in neue Räume ziehen. Geplant ist ein Neubau. Bis dahin findet der Unterreicht im bisherigen Gebäude statt. Das erspare einen doppelten Umzug und Kosten.

Eine Sanierung des Ende der 1960er Jahre eigentlich nur als vorübergehende Lösung errichteten Hauptgebäudes der Schule hatte sich unter anderem aufgrund der statischen Gegebenheiten als unwirtschaftlich erwiesen. Deshalb soll es nun ebenso abgerissen werden wie die beiden 1977 beziehungsweise 1997 ebenfalls als Provisorien errichteten Anbauten. Die zweizügige Grundschule soll zum einen die Voraussetzungen für den inklusiven offenen Ganztag erhalten, der bisher wegen der räumlichen Enge nicht eingerichtet werden konnte. Zum anderen soll der Bau moderne Lernmethoden und Unterrichtskonzepte ermöglichen.

Gemeinsam mit der Schulgemeinde hatte die Stadt im Jahr 2018 in einer so genannten „Phase Null“ Anforderungen für die bauliche Umsetzung des pädagogischen Konzepts erarbeitet. Produktmanagerin Anke Heinemann vom Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal (GMW): „Mit einem Neubau können wir ein Haus nach Maß erstellen. Das großartige Engagement der Lehr- und Betreuungskräfte während der Phase Null zahlt sich damit noch mehr aus.“ Nach dem ersten Planungsentwurf mussten sich alle Beteiligten jedoch im vergangenen Jahr noch einmal zusammensetzen, um eine kostengünstigere Lösung zu finden. Die neue Planung sieht im Gebäude weniger Verkehrsfläche vor. „Dadurch wird es zwar minimal kleiner, aber effizienter und 900.000 Euro preiswerter“, heißt es aus dem Rathaus.

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Mit seinen fast 2.800 Quadratmetern Brutto-Grundfläche für rund 200 Schüler sowie etwa zehn Lehr- und Betreuungskräfte soll das Gebäude auf dem bisherigen südlichen Schulhof entstehen. Es wird in den Hang hineingebaut, so dass es im Norden über zwei, im Süden über drei Geschosse verfügt. Ein größerer Quader in der Mitte bildet mit zwei kleineren Quadern eine gemeinsame nördliche Front. Die helle Backsteinfassade ist dort durch eine große Glasfläche gekennzeichnet, an den anderen Seiten wird sie durch unregelmäßig angeordnete Fenster verschiedener Größe aufgebrochen. Zur Betonung der drei Baukörper finden sich dort, wo diese zusammenstoßen, zudem zwei große Verglasungsfugen.

Herzstück der Schule wird die Eingangshalle im Norden, die auch als Pausen- und Essbereich genutzt wird. Im Erd- und im Obergeschoss werden die zwei Klassen eines Jahrgangs in einem so genannten Cluster zusammengefasst: An einen Gemeinschaftsbereich, der als Erschließungsfläche, Kommunikationszone, Arbeits-, Präsentations- und Versammlungsbereich dient, aber auch Rückzugsorte bietet, sind die beiden Klassenräume angeschlossen. Zwischen ihnen liegt ein Differenzierungsraum für Einzel- und Kleingruppenarbeit oder besondere Förderungen. Großzügige Glasflächen und auf Wunsch offenstehende Türen sorgen für Transparenz und Offenheit. Im Obergeschoss befinden sich zudem eine Ruhe- und Leselounge sowie ein Bauraum und ein Atelier.

Im Hanggeschoss liegt das „Forum“ mit der Aula und dem Theater- und Musikraum, das über einen großen eigenen Eingang von Süden her verfügt. Außerdem ist dort der Bereich für die Lehrkräfte und die Verwaltung mit ebenfalls separatem Eingang untergebracht. Darüber hinaus befindet sich im Hanggeschoss ein Bewegungsraum, der so angelegt wurde, dass er gegebenenfalls auch unabhängig vom Schulbetrieb genutzt werden könnte.

Das Grundstück wird wie bisher von Westen erschlossen; der halböffentliche Weg von der Hainstraße Richtung Osten soll erhalten bleiben. Der vorhandene Spielplatz im Norden des Geländes wird weiterhin von den Grundschülerinnen und -schülern mitgenutzt. Die Planung für die Außenanlagen wurde im Dezember 2020 beauftragt.

Um das Baufeld jenseits der Straße Am Bredtchen einrichten zu können, finden vorab die erforderlichen Rodungsarbeiten statt; der eigentliche Baubeginn ist für Anfang 2022 vorgesehen. Um den Schulbetrieb und die Anwohner so wenig wie möglich zu belasten, sollen die Arbeiten so zügig wie möglich durchgeführt werden. Die Finanzierung erfolgt mit sieben Millionen Euro aus den Zuschussmitteln „Gute Schule 2020“, mit 3,108 Millionen Euro aus Mitteln des Gebäudemanagements und mit 400.000 Euro aus der Bildungspauschale.