Ronsdorf: Spaß an englischem Humor

Ronsdorf : Spaß an englischem Humor

Jedes Projekt braucht einen Ideengeber. Die Idee zu einer Theatergruppe in der katholischen Kirchengemeinde St. Joseph in Ronsdorf hatte Gaby Finkenrath, die noch heute mitspielt. An den Start gegangen ist das Ensemble beim Pfarrfest 1998 mit dem Stück "Der Sängerkrieg der Heidehasen".

Gudrun Mildner erinnert sich: "Wir haben seitdem mit einem Jahr Unterbrechung jedes Jahr ein Stück aufgeführt. Bei den sechs Aufführungen pro Jahr besuchen uns etwa 550 bis 600 Zuschauer."
Die heutigen Mitspieler sind von Anfang an dabei, aber natürlich älter geworden. Jüngere Ensemblemitglieder sind quasi in "Elternzeit". Gudrun Mildner: "Wir sind zwischen 47 und 65 Jahre alt, zwei Frauen und vier Männer, eine Souffleuse und ein Techniker." Als Team geschrumpft, waren Umzüge, Stimmprobleme und "Elternzeiten" gute Gründe. Die eingespielte Gruppe sucht nicht regelmäßig Nachwuchs, hat sich aber an der ein oder anderen Stelle Unterstützung geholt.

Gudrun Mildner: "Wir haben keinen festen Regisseur, sondern besprechen die Szenen untereinander. So gibt es auch keine feste Leitung. Ebenso zeigen sich alle für Bühnenbild, Karten, Plakate, Medienarbeit und ähnliches verantwortlich. Die Stücke suchen wir gemeinsam aus, durchforsten verschiedene Datenbanken für Laientheater und schicken dann Leseproben herum. Manchmal geht es schnell, oft suchen wir eine ganze Weile. Gerne spielen wir Stücke von englischen Autoren, weil uns der Humor zusagt und es in der deutschen Literatur leider zu viele 'Bettgeschichten' gibt."

Alle Ensemblemitglieder haben schon bei den Proben, die nach den Sommerferien beginnen, viel Freude und erst recht bei jeder Vorstellung. Daniel Mertmann: "Auch wenn früher schon einmal die Fetzen flogen, macht uns die Schauspielerei immer großen Spaß." Pfarrer Gerd Stratmann, der sich als textsicher präsentiert: "Der Erfolg ist eine große Belohnung. Am Ende einer Saison sind wir immer sehr erstaunt, wie schnell die Saison vorbeigegangen ist, und wir haben das Gefühl, dass wir gerne noch ein paar Mal auftreten könnten."

Das diesjährige, nahezu lebensgefährliche Stück "Doppelzimmer" hat Stella Muller für ihren Lebensgefährten Heiner Lauterbach geschrieben. Gerd Stratmann spielt in einer von zwölf Schneyder-Privatkliniken Professor Meinunger, Gaby Finkenrath schlüpft in die Rolle von Chefärztin Dr. Huhn. Christoph Petig ist Zivildienstleistender Ben. Gudrun Mildner mimt Schwester Isabella. Kurt Weber ist Haustechniker Ernst — und Daniel Mertmann der dubiose Simon Otto. Als Souffleuse ist Helena Schindler ("Manchmal hat sich einfach der Lauteste durchgesetzt") dabei, während sich Rainer Jacobi um die funktionierende Technik kümmert.

Gespielt wird "Doppelzimmer" am Freitag und Samstag, 17. und 18. November 2017, im katholischen Gemeindezentrum an der Remscheider Straße 8. Der Kartenvorverkauf läuft im Gemeindebüro an der Lilienstraße 12a. Einen weiteren Termin gibt es Sonntag, 19. November 2017, um 17 Uhr.

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