Ronsdorf: Klassentreffen mit einer Leiche

Ronsdorf : Klassentreffen mit einer Leiche

Stefan Barz ist Stammgast der "LIT.ronsdorf". Die elften Ronsdorfer Literaturtage finden vom 30. September 2017 bis 21. Oktober 2017 statt. Das Programm ist online verfügbar: www.hub-ronsdorf.de

20 Jahre nach dem Abitur treffen sich die Ehemaligen des Münstereifeler Gymnasiums auf einem abgelegenen Pferdehof, um ihr Jubiläum zu feiern. Cornelius Beck hat eigentlich keine Lust. Er ist aus einem ganz anderen Grund zu dem Treffen gekommen: Als einziger glaubt er nicht daran, dass sein bester Freund einem Unfall zum Opfer gefallen ist, sondern dass er ermordet wurde. Heute ist er in die Eifel zurückgekehrt, um den Mörder zu einem Geständnis zu zwingen.

Mitten in der Nacht, während die anderen feiern, verschwindet Cornelius. Als er wenig später tot auf einem Feld gefunden wird, steckt eine Heugabel in seinem Rücken. Der junge Kommissar Jan Grimberg nimmt die Ermittlungen auf. Kein leichtes Spiel, denn er muss tief in die Vergangenheit eintauchen, und außerdem hat er große Probleme damit, sich mit seinem neuen Partner Jürgen Wagner zu arrangieren, der nur seine Karriere im Blick zu haben scheint.

Im August 2017 hat Stefan Barz seinen zweiten Kriminalroman "Nimmerwiedersehen", einen Eifel-Krimi, veröffentlicht. Besonders erfolgreich war für ihn das Jahr 2014: Für seinen ersten Kurzkrimi "Erbsünde" wurde er für den Agatha-Christie-Krimipreis nominiert, für seinen Erstlingsroman "Schandpfahl" ist er mit dem Jacques-Berndorf-Preis ausgezeichnet worden. Seitdem sind weitere Kurzkrimis erschienen.

Stefan Barz ist in der Eifel, in Mechernich-Kommern, dem Ort des Rheinischen Freilichtmuseums, aufgewachsen. Er hat schon als Kind mit dem Schreiben begonnen. Nach dem Abitur studierte er in Bonn, wo er zwölf Jahre lebte. Journalistisch arbeitete er in Euskirchen und Bonn. 2006 wechselte Barz nach Leverkusen.

Lange Zeit war er in der Lehrerausbildung in Bochum tätig, bis die Fahrten zu stressig wurden und ein Angebot aus Remscheid kam. Er unterrichtet seit Schuljahresbeginn als Lehrer am Gertrud-Bäumer-Gymnasium. 2008 heiratete er Kirsten, mit der er den dreijährigen Sohn Jonathan hat und seit 2011 im Horst-Herbergs-Weg lebt.

Das Trio hat den richtigen Ort gefunden. Zuerst drei Jahre Großstadtleben in Barmen, jetzt die Mischung aus Kleinstadt Ronsdorf am Rande der Großstadt Wuppertal. Stefan Barz spaziert gerne durch die Natur, schätzt den idyllischen Talsperrenwald, der ihn ein wenig an die Eifel erinnert. Unterwegs kann er seinen kriminellen Phantasien mit Flair, Stimmung und Nebel freien Lauf lassen, die er meist abends ausformuliert.

Regionaler Bezug ist heute die Würze vieler Krimis. Ob er einen Tatort ins Bergische und nach Ronsdorf verlegt, lässt der Autor offen. Zu frisch und detailreich sind seine Erinnerungen an die alte Heimat.

+++++ Fakten +++++

Stefan Barz, Eifel-Krimi "Nimmerwiedersehn", 270 Seiten, KBV-Verlag, 10,95 Euro. Homepage: www.stefan-barz.de

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