Durch die fehlende Stromversorgung hatte es ein Zug gegen 20 Uhr nicht mehr vollständig bis in den Bahnhof geschafft, nur der vorderste Teil war drin, der hintere hing noch auf freier Strecke. Dadurch war es nicht möglich, dass die zu diesem Zeitpunkt rund 30 Fahrgäste sicher aussteigen konnten. Die Fahrerin informierte die Leitstelle, diese dann die Feuerwehr.
Zwei Einsatzkräfte wurden mit einer entsprechenden Absturzsicherung ausgestattet. Sie unterstützten die Insassen, die Schwebebahn nach rund einer Stunde gefahrlos zu verlassen. Sie positionierten sich zwischen der vorderen Tür und dem schmalen Bereich, an dem die Haltestelle endet und ein freier Fall abwärts in die Tiefe möglich wäre. Eine zwischenzeitliche Versorgung der Fahrgäste beispielsweise mit warmen Getränken oder Essen war wegen der Lage der Schwebebahn nicht möglich. (Bilder)
Schwebebahn nach Stromausfall evakuiert
Die betroffenen Personen wurden nach dem Ausstieg vom Rettungsdienst sicherheitshalber in Augenschein genommen. Verletzt wurde aber niemand und musste dementsprechend auch nicht zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht werden. (Bilder)
Die Wuppertaler Schwebebahn verfügt zwar in den Zügen über Batterien, die können aber nur für die Beleuchtung genutzt werden, nicht für den eigentlichen Fahrbetrieb. Ein Notstromaggregat wie auf den Bahnhöfen ist aus technischen Gründen nicht vorhanden.
Die Wuppertaler Stadtwerke weisen unterdessen darauf hin, dass momentan an den Haltestellen Bruch und Loher Brücke der Aufzug in Richtung Oberbarmen wegen Wartungsarbeiten bis auf Weiteres außer Betrieb ist. Das gilt auch für den Aufzug an der Haltestelle Robert-Daum-Platz in Richtung Oberbarmen, hier allerdings wegen eines technischen Defekts.