Elberfelder City Neumarkt: SPD „offen für eine innovative Lösung“

Wuppertal · Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Elberfeld bedauert „die aktuelle konfrontative Diskussion“ um die Rückkehr der Marktbeschickerinnen und Marktbeschicker zum Neumarkt.

Der Neumarkt im aktuellen Ist-Zustand.

Der Neumarkt im aktuellen Ist-Zustand.

Foto: Wuppertaler Rundschau

„Ich befinde mich seit Wochen in einem konstruktiven Austausch mit dem Vorsitzenden der Marktgemeinschaft, Frank Schmidt. Wir sind uns einig, dass viele Chancen für die Elberfelder Innenstadt gemeinsam gedacht werden müssen“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Soufian Goudi.

Der Elberfelder Bezirksbürgermeister Thomas Kring: „Die Neuausrichtung eines Wochenmarktes auf dem Neumarkt, die Pop-up-City-BUGA, Veranstaltungen wie der Elberfelder Cocktail oder der Elberfelder Weihnachtsmarkt können erheblich zur Attraktivitätssteigerung unserer Innenstadt beitragen. Deshalb habe ich vorgeschlagen, die Diskussionen zu diesen Projekten gemeinsam auf einer weiteren Sitzung der Bezirksvertretung am 24. April zu führen, zumal die Vorlage zum Markt erst sehr kurzfristig vor der Sitzung am 20. März kam.“

Dass dieser Vorschlag überraschend keine Mehrheit gefunden habe, wundert Goudi: „Die Vertagung war mit dem Marktleuten, aber auch mit den Fraktionen von Grünen und CDU vorher abgestimmt. Die überraschende Wende in der Sitzung hat jetzt zu der Konfrontation mit der Verwaltung geführt und wäre vermeidbar gewesen!“

Es bestehe die Chance, beide Projekte miteinander zu verknüpfen. „Ein Wochenmarkt mit Grünflächen und Sitzgelegenheiten wäre eine gute Entwicklung für die Innenstadt“, betont Goudi. „Es geht nicht darum, Pop-up-City-BUGA und Wochenmarkt gegeneinander auszuspielen, sondern beide Elemente als sich ergänzend zu betrachten. Die Idee einer Pop-up-BUGA mit temporärer Begrünung und Teilen des Wochenmarktes bietet eine einfache und stadtentwicklungspolitisch sinnvolle Möglichkeit, den Neumarkt, den Wochenmarkt und die Innenstadt aufzuwerten.“

Zumindest sollte die Zusammenführung geprüft werden. Das gelte ebenso für den Weihnachtsmarkt. Goudi: „Wir sind offen für eine innovative Lösung, die den Neumarkt und sein Umfeld zu einem Ort der Begegnung und des Verweilens macht.“

Es gehe darum, dem Markt attraktiver zu gestalten. „Die Marktbeschicker sind bereit, Veränderungen anzustoßen. Uns ist bewusst, dass ein solcher Prozess Zeit braucht und nicht von heute auf morgen geschehen kann. Diese Bereitschaft sollten wir unbedingt nutzen, auch wenn das Erscheinungsbild des Wochenmarktes in der Vergangenheit viele enttäuscht hat“, so Goudi.