Nach Feuer am Moschee-Gelände DITIB-Gemeinde: „Werden uns nicht einschüchtern lassen“

Wuppertal · Die Wuppertaler DITIB-Moschee hat zum Feuer an der Begrenzungsmauer Stellung genommen. Sie spricht von einem „Brandanschlag“. Auch die Wuppertaler SPD-Landtagsabgeordneten haben sich geäußert.

Die DITIB-Moschee an der Gathe.

Die DITIB-Moschee an der Gathe.

Foto: Christoph Petersen

„Heute Morgen wurde die DITIB-Moschee in Wuppertal-Elberfeld Ziel eines abscheulichen Brandanschlags.“, so die Gemeinde. Ein bislang unbekannter Täter habe versucht, „in das Gebäude einzudringen, um dort einen Brandanschlag zu verüben. Da das Haupttor verschlossen war, setzte er einen Brandsatz unmittelbar an der Außenmauer der Moschee in Brand.

Der Brandanschlag hat die Mitglieder der Gemeinde schwer getroffen und ruft die Bürgerinnen und Bürger Wuppertals zur Wachsamkeit auf. Besonders im heiligen Monat Ramadan, in dem Muslime weltweit das friedliche Zusammenleben feiern, werden wir nicht zulassen, dass solche Angriffe das harmonische und vielfältige Miteinander stören.“

Die Polizei habe nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und werte entsprechendes Material aus: „Des Weiteren wird seitens der Gemeinde in Abstimmung mit der Polizei geprüft, welche weiteren Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden können, um die Sicherheit der Gemeindemitglieder zu gewährleisten.

Wir rufen alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler auf, zusammenzustehen und sich gegen jegliche Form von Hass und Gewalt zu erheben. Die DITIB Moschee in Wuppertal Elberfeld bleibt ein Ort des Friedens und der Gemeinschaft, und wir werden uns nicht einschüchtern lassen.“

Die Wuppertaler SPD-Landtagsabgeordneten Dilek Engin, Andreas Bialas, Engin und Josef Neumann („Wir sprechen allen Menschen muslimischen Glaubens in Wuppertal unsere Anteilnahme aus“) rufen dazu auf, am Donnerstag (21. März 2024) an einer Solidaritätskundgebung an der Gathe 31a teilzunehmen, um „ein Zeichen zu setzen für Frieden und Zusammenhalt in unserer Stadt“.

Ihre Stellungnahme: „Wir können in einer freien und demokratischen Gesellschaft unterschiedliche Meinungen vertreten, wir können streiten und um Lösungen ringen. Weit jenseits von Meinungsäußerung und Gespräch aber liegt der Angriff auf Gotteshäuser. Der mutmaßliche Brandanschlag trifft unsere gesamte Stadtgesellschaft. Gerade der aktuell begangene muslimische Fastenmonat Ramadan ist eine Zeit des Friedens und der Einkehr. Über den möglichen Brandanschlag sind wir sehr betroffen.“

(red/jak)