„Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Junge Union die Problematik inzwischen genauso sieht wie wir. Allerdings wäre es glaubwürdiger, wenn die CDU diese Erkenntnis auch in ihrer Ratsarbeit umsetzen würde“, so die Fraktionsvorsitzende Karin van der Most.
Der Antrag der FDP/WFW-Fraktion vom 13. Februar hatte vorgesehen, „dass die Verwaltung einen geeigneten neuen Standort für das Café Cosa identifiziert und dem Rat zur Entscheidung vorlegt. Da bei sollten unter anderem die Entlastung hochfrequentierter Innenstadtlagen, die öffentliche Sicherheit und Ordnung, ausreichender Abstand zu Kitas, Schulen und Spielplätzen sowie die Erreichbarkeit für die Zielgruppe berücksichtigt werden.
Für die FDP/WFW befürchtet, dass die „ohne einen konkreten politischen Auftrag des Rates“ die Verwaltung bei der Standortsuche „nicht mit der notwendigen Verbindlichkeit“ vorgehen werde. „Die Verwaltung bezeichnet den jetzigen Standort selbst als vorübergehend. Das allein reicht uns aber nicht“, so van der Most. „Wir sind ausgesprochen skeptisch, ob tatsächlich mit der notwendigen Konsequenz nach einem neuen Standort gesucht wird. Eine solche Suche ist schwierig. Sie wird zwangsläufig auf Widerstände stoßen. Und genau an diesem Punkt besteht die Gefahr, dass die Verwaltung schnell wieder zurückrudert.“
Die FDP/WFW-Fraktion will ihren Antrag nun erneut in den Rat einbringen und damit „für eine klare politische Entscheidung sorgen. „Wir geben der CDU und der Jungen Union gerne die Gelegenheit, ihre neue Position nun auch im Rat zu vertreten.“
Es gehe nicht darum, das Café Cosa ersatzlos zu verdrängen. Vielmehr müsse „eine Lösung gefunden werden, die sowohl den betroffenen Menschen als auch den Interessen der Anwohner, Geschäftsleute, Besucher und Beschäftigten in der Innenstadt“ gerecht werde.
„Wir brauchen eine vernünftige Lösung, die Drogenhilfe ermöglicht und gleichzeitig den öffentlichen Raum entlastet. Der jetzige Zustand rund um den Wupperpark Ost ist für niemanden zufriedenstellend. Deshalb muss die Stadt endlich vom Reden ins Handeln kommen“, meint van der Most.