Elberfeld Nach versuchtem Goldketten-Raub in Untersuchungshaft

Wuppertal · Nach seiner Festnahme am Donnerstag (20. August 2026) im Bereich der Wuppertaler Luisenstraße sitzt ein 22 Jahre alter Mann aus Marokko inzwischen in Untersuchungshaft.

Symbolbild.

Foto: Christoph Petersen

Der Beschuldigte war in eine Auseinandersetzung mit zwei weiteren Personen verwickelt. Ein 19 Jahre alter Deutscher, der am Tag zuvor einen Kontrahenten mit Messerstichen verletzt haben soll, wurde ebenfalls festgenommen (die Rundschau berichtete). Als die Beamten die Personalien der Beteiligten überprüften, fiel ihnen auf, dass der 22-Jährige wegen eines versuchten Raubes gesucht wurde.

„Am 31. Juli 2026 soll der Beschuldigte vor einem Lebensmittelgeschäft in der Straße Höhne eine Frau (64) angesprochen haben. In der Folge soll er ihr unvermittelt an den Hals gegriffen und versucht haben, ihr die Goldkette zu entreißen. Der Versuch schlug fehl“, so Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert. Danach soll der Tatverdächtige zu Fuß über die Diedenhofer Straße in Richtung Heckinghauser Straße geflüchtet sein. (Bilder)

Bilder: Festnahmen in Elberfelder City in Wuppertal
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Festnahmen in Elberfelder City

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Foto: Wuppertaler Rundschau/Christoph Petersen

Auf die Schliche kamen die Ermittlerinnen und Ermittler ihm, weil der Raubversuch von einer Videokamera aufgezeichnet worden war. „Der Marokkaner konnte anhand der Aufzeichnung vom Tatort als Tatverdächtiger identifiziert werden“, so Baumert. Derzeit wird noch geprüft, ob ihm weitere Fälle zur Last gelegt werden.

Der 22-Jährige musste sich einem Haftrichter stellen. Er verfügt nach Angaben der Staatsanwaltschaft über keinen festen Wohnsitz in Deutschland und hält sich hier illegal auf.

Die Polizei registriert in jüngster Zeit vermehrt Taten, bei denen Kriminelle versuchen, vor allem älteren Bürgerinnen und Bürger Halsketten in der Öffentlichkeit zu entreißen. Zum Teil direkt. Zuweilen agieren die Diebe auch aus Autos heraus, indem sie die Täterinnen und Täter ihre Opfer als Ablenkung nach dem Weg fragen. Beugen sich die Betroffenen zu weit nach vorne, schnappt die Falle zu.