Augenzeuginnen und Augenzeugen hatten gegen 15:30 Uhr die Einsatzkräfte über den Notruf alarmiert. Sie hatten nach eigenen Angaben beobachtet, dass eine Frau mit einem Gegenstand an mehreren Stellen massiv gegen die Seitenscheiben des Wartehäuschens in Fahrtrichtung Westen schlug und diese daraufhin splitterten.
Beschädigt wurden dadurch auch der Fahrplan und die Werbebereiche, das Dach hingegen nicht. Die Splitter landeten auf dem Gehweg, auf der Mauer und teilweise auch am Wupperufer. Anschließend sei die Frau in einen Bus der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) gestiegen und wollte sich demnach vom Tatort entfernen. (Bilder)
Vandalismus an Haltestelle
Die Polizei, die innerhalb weniger Minuten eingetroffen war, stoppte den Bus, entdeckte aufgrund der präzisen Beschreibungen der Augenzeuginnen und Augenzeugen die Tatverdächtige und brachte sie ins Freie. Dort wurde sie befragt, außerdem wurde ihre Kleidung durchsucht.
Die 20-Jährige war nach Angaben aus dem Präsidium stark alkoholisiert und hat die Tat gegenüber den Beamtinnen und Beamten eingeräumt. An ihrem Schlüsselbund war demnach ein Gegenstand, mit dem sie zugeschlagen hatte und der dafür sorgte, dass die Scheiben splitterten. Die Polizei stellte ihn als Beweismittel sicher.
Der Linienbetrieb der WSW war trotz des Zwischenfalls nicht beeinträchtigt. Die Stadtwerke kümmerten sich darum, den entstandenen Schaden zu beseitigen. Die junge Frau muss sich nun wegen der Sachbeschädigung verantworten. Ihr droht, sofern sie nicht schon mehrfach in Erscheinung getreten ist, eine Geldstraße. Außerdem muss sie im Falle eine Verurteilung die Kosten für die Reparatur tragen.
Aus welchem Grund sie das Wartehäuschen demoliert hat, ist bislang noch nicht bekannt.