Fußball-Regionalliga WSV: Spannender November nach gelungener Rückkehr

Wuppertal · Drei Punkte im Verfolgerduell, dazu ein sehr gut gefülltes Stadion am Zoo – der Fußball-Regionalligist durfte nach dem hart umkämpften 2:1-Sieg gegen Fortuna Köln mit der Rückkehr an die Hubertusallee reichlich zufrieden sein. Die Verantwortlichen wissen, dass es ein Zwischenschritt war.

 Kevin Hagemann weist den Weg.

Kevin Hagemann weist den Weg.

Foto: Dirk Freund

Der Wettergott meinte es gut mit dem WSV. Er ließ es erst regnen, als die meisten der am Ende 8.100 Fans schon auf dem Weg waren. Zwar verhinderte das Wetter möglicherweise eine fünfstellige Kulisse, doch das war letztlich egal: Zu sehr genoss es die Mannschaft, erstmals seit Anfang April wieder daheim so massiv unterstützt zu werden.

Gut funktionierte auch die Abwehr. Zwar bestimmten die Domstädter mehrheitlich die Partie und hatten auch den größeren Ballbesitz, aber – und das war entscheidend – keine deutlichen Torchancen. Die Defensivarbeit klappte diesmal bestens, womit eben nicht nur die Abwehrkette gemein war. Nur die Taktik, in Hälfte zwei nach den Einwechslungen über Konter die Entscheidung frühzeitig herzustellen, ging nicht auf. Allerdings auch deshalb, weil Mitfavorit Köln seinerseits ebenfalls über eine starke Defensive verfügt. Doch es reichte.

Die weiteren Aufgaben in November werden nicht minder anspruchsvoll. Los geht es am kommenden Wochenende (11. November) beim Schlusslicht Rot-Weiß Ahlen, der mit dem 3:1-Auswärtssieg beim 1. FC Düren ein dickes Ausrufezeichen gesetzt hat und den „Vorteil“ des schlechten Rasenzustandes besitzt. Dennoch muss natürlich im Wersetadion ein Sieg her, auch um für ein echtes Spitzenspiel gegen den Tabellenführer 1. FC Bocholt (18. Dezember) zu sorgen, inklusive einer neuerlichen großen Kulisse. Und dann geht es noch nach Düren (25. November), gegen Aachen (2. Dezember) und nach Gladbach (voraussichtlich 9. Dezember).

„Ich bin froh, dass wir wieder in der Erfolgsspur sind. Wir dürfen aber nicht nachlassen, wenn wir in der Spur bleiben wollen“, hatte Trainer Hüzeyfe Dogan nach dem Sieg über Köln gesagt. Er verfügt nun wieder über mehr personelle Möglichkeiten, auch die Integration von Marco Terrazzino läuft immer besser. Möglicherweise kehren in Kürze zudem Lion Schweers, Philipp Hanke und Phil Beckhoff zurück. Nur Kevin Rodrigues Pires dürfte noch etwas ausfallen.

Ob Clubs wie Bocholt und Düren aus finanziellen und organisatorischen Gründen einen Lizenzantrag für die 3. Liga stellen werden, ist für den WSV nicht von Interesse. Mit der Kölner Reserve, Fortuna Köln, Schalkes Zweitvertretung, RW Oberhausen und Alemannia Aachen gibt es auch so genügend weitere Konkurrenten, die es zu distanzieren gilt. „Wenn unsere Einstellung stimmt, sind wir schwer zu schlagen“, sagt der Sportliche Leiter Gaetano Manno. Die Rückkehr ins heimische Stadion am Zoo war ein wichtiger Schritt, die nächsten sollen folgen. Schon in Ahlen.

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