Fußball-RL: Samstag in Aachen WSV-Coach Dogan: „Mut, Bereitschaft und spielerische Klasse“

Wuppertal · In der Fußball-Regionalliga West steht am Samstag (11. Februar 2023) um 14 Uhr das Traditionsduell zwischen Alemannia Aachen und dem Wuppertaler SV auf dem Spielplan. Sportlich geht es vor allem für den WSV noch um einiges.

Sportchef Stephan Küsters (li.) und Trainer Hüzeyfe Dogan.

Sportchef Stephan Küsters (li.) und Trainer Hüzeyfe Dogan.

Foto: Dirk Freund

Für die Alemannia (36 Punkte in 20 Spielen) ist der Aufstiegszug nach dem 0:4 in Münster (47 Punkte in 21 Spielen) wohl endgültig abgefahren. Wobei auf und rund um den Tivoli dennoch gute Laune herrscht, hat sich das Team doch nach dem schlechten Saisonstart in die Herzen der Fans zurückgespielt. Und so waren am Donnerstagnachmittag schon wieder rund 6.100 Tickets verkauft, gerechnet wird letztlich mit 9.000 bis 10.000 Fans. Darunter auch vielen im Gästeblock.

„Wuppertal hat eine enorm hohe individuelle Qualität, zuletzt auch als Mannschaft hervorragend agiert“, wird Trainer Helge Hohl auf der Vereinshomepage zitiert. Die Wuppertaler (38 Punkte in 20 Spielen) seien das einzige Team, das Münster im Laufe der Saison noch gefährlich werden könnte. Hohl muss auf Alex Heinze, David Sauerland, Julian Schwermann, Ulrich Bapoh, Felix Heim sowie Lars Oeßwein verzichten – und auf Torjäger Jannik Mause (neun Treffer), der die fünfte gelbe Karte gesehen und sich zudem eine Corona-Infektion zugezogen hat. „Stürmerkollege Dimitry Imbongo, der im Hotel vor dem Münster-Spiel Zimmerpartner von Mause war, ist zwar wieder negativ, man müsse aber schauen, wie fit er nach der Erkrankung bis Samstag wieder ist“, so die Alemannia.

Sorgen, die WSV-Cheftrainer Hüzeyfe Dogan nicht hat. Seine Topscorer Serhat Semih Güler (elf Treffer) und Kevin Hagemann (acht) sind einsatzbereit, und auch sonst ist der Kader bestens gefüllt, zumal Moritz Montag wieder dabei und nur noch Kevin Pytlik gesperrt ist. Ob Regisseur Kevin Rodriges Pires, der gegen Bocholt überraschend nicht aufgeboten worden war, in die Startelf zurückkehrt, ließ Dogan offen: „Natürlich war enttäuscht. Jeder Spieler kann und muss versuchen, Argumente zu liefern. Wir haben nun Englische Wochen, das werden auf jeden Spieler zurückgreifen.“

Zugleich blickte der Trainer auf das 5:1 gegen Bocholt zurück: „Wir haben sehr viel richtig gemacht, kaum Aktionen zugelassen und hätten sogar noch die Torquote erhöhen können.“ Die Mannschaft habe „ein, zwei Tage“, feiern dürfen, konzentriere sich aber seit Dienstag auf die nächste Aufgabe.

Und die wird deutlich schwieriger als die gegen die nach dem Blitz-Trainerwechsel in Turbulenzen geratenen Bocholter. „Mut, Bereitschaft und spielerische Klasse“, fordert Dogan deshalb von seinem Team auch auf dem Tivoli. „Vielleicht brauchen wir etwas Geduld.“ Alle freuten sich auf das Spiel und die große Kulisse. Das Ziel sei klar: „Die drei Punkte.“

Die tabellarische Bedeutung der Partie schätzt Sportchef Stephan Küsters so ein: „Münster hat souverän gewonnen, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Wir müssen lauern. Aachen hat mittlerweile eine sehr gute Mannschaft, sie haben sich gefunden. Es ist eine der Top-Mannschaften.“ Dennoch sollen die Punkte mit ins Bergische Land.