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Tischtennis-Ass Jochen Wollmert: Kein Tokio-Start, dafür Panini-Album

Tischtennis-Ass Jochen Wollmert : Kein Tokio-Start, dafür im Panini-Album

Eigentlich wollte der Wuppertaler Tischtennisspieler Jochen Wollmert an den Paralympics teilnehmen, die vom 24. August bis zum 5. September 2021 in Tokio stattfinden. Daraus wurde nichts. Dennoch ist er stolz.

Vor einem Monat hatte der 56-Jährige erfahren, dass er nicht mit dabei sein wird. Dabei hatte er mit Platz zwei beim paralympischen Qualifikationsturnier im slowenischen Lasko Anfang Juni seine weiterhin vorhandenen Qualitäten durchaus bewiesen. Doch nur Platz eins hätte das begehrte Ticket für Tokio gesichert. So hoffte er auf eine der drei Wildcards. Die aber gingen an einen Kolumbianer, einen Japaner und einen Slowenen. Damit war Wollmerts Traum, in Tokio an seinen achten Paralympics teilzunehmen, zerplatzt. Was dann auch das Ende seiner mittlerweile 32-jährigen internationalen Karriere bedeutet hätte.

Die Corona-Pandemie hatte ihm bereits im März 2020 eine direkte Qualifikation zunichtemachte. Drei Qualifikationsturniere standen für den Wuppertaler noch auf dem Plan. Wollmert machte sich berechtigte Hoffnungen, zumal er Ende Februar in Polen gewonnen hatte. Aber Corona ließ die drei Wettbewerbe nicht zu. So fehlten ihm 41 Punkte zur Direktqualifikation für Tokio. „Natürlich war ich im ersten Moment enttäuscht, aber ich habe alles erlebt und erreicht bei den vorherigen sieben Paralympics mit allein fünf Goldmedaillen und als Krönung dem ,Pierre de Coubertin Award‘ als höchste Auszeichnung für faires Verhalten im Sport. Auch kommt bei aktuell gezeigten Bildern aus Tokio ein bisschen Wehmut auf, aber ich nehme es sportlich und freue mich für die, die auch wenn unter besonderen Bedingungen sicherlich einmalige Spiele erleben werden“, so Wollmert.

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Umso stolzer war er, als ihn die Nachricht erreichte, dass er im aktuellen Panini-Album mit einem Aufkleber von seinem Erfolg in London 2012 vertreten ist. „Was für eine Ehre. So kann ich doch noch Teil des ,Team Deutschland Paralympics‘ sein, wenn auch nur als Bild“, freut sich Wollmert über die besondere Wertschätzung.

 Jochen Wollmert im ARD-Olympiastudio (Archivbild).
Jochen Wollmert im ARD-Olympiastudio (Archivbild). Foto: Screenshot / Jörn Koldehoff

Beenden möchte der Wuppertaler seine internationale Karriere nun im nächsten Jahr bei einem Weltranglistenturnier oder der möglichen Weltmeisterschaft. Dem Tischtennis steht er aber auch darüber hinaus beim TTC Bärbroich, bei den TSF Heuchelheim und dem Nachwuchs des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (HBRS) zur Verfügung. „Mir ist es wichtig, gerade unseren vielversprechenden Nachwuchskräften Wege aufzuzeigen, um vielleicht auch einmal an den Paralympics an den Start zu gehen“, blickt Wollmert auf diese neue Herausforderung.