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Stephan Küsters über seine Rolle beim Fußball-Regionalligisten WSV

Fußball-Regionalliga : Stephan Küsters: WSV wieder „ins richtige Licht rücken“

In den 1990er Jahren bereitete Stephan Küsters dem Wuppertaler SV viel Kopfzerbrechen – als Mittelfeldmotor im Trikot des damaligen Konkurrenten FC Remscheid (1996 bis 1998) in der damaligen Fußball-Regionalliga West/Südwest. „Ich wollte ihn immer verpflichten, aber es hat nie geklappt“, erinnert sich der damalige WSV-Vorsitzende Friedhelm Runge. Nun steht Küsters dann doch in Diensten der Rot-Blauen – nun als Sportlicher Leiter.

„Wir hatten immer mal wieder Kontakt. Als jetzt der Anruf kam mit der Frage, ob ich mir das vorstellen kann, war ich natürlich interessiert. Einerseits, weil ich nach der Pause wieder was machen wollte. Aber vor allem, weil der WSV ein Verein ist, der immer interessant ist“, sagt der 48-Jährige, der zuvor Sportlicher Leiter bei Preußen Münster (2012 bis 2014) und Viktoria Köln (2014 bis 2018) war. „Es ist eine sehr reizvolle Aufgabe. Und es wurde schnell klar, dass wir das Gleiche wollen.“

Was da wäre? „Nun, der WSV war ja zuletzt nicht so positiv in den Schlagzeilen. Deshalb rede ich auch nicht gerne über den Insolvenzantrag, sondern möchte nach vorne schauen. Es geht darum, den Club wieder ins richtige Licht zu rücken. Das geht natürlich nur, wenn es uns gelingt, die Fans und die Stadt mitzunehmen“, weiß der Dinslakener. Und wenn es klappt, eine wettbewerbsfähige Mannschaft auf den Platz zu bringen. „Es ist enorm wichtig, einen ausgeglichenen Kader zu haben, der breit aufgestellt ist. Mit insgesamt 23 Vereinen in der Regionalliga wird es eine spannende, aber auch sehr harte Saison.“ 18 Akteure hat der WSV bislang verpflichtet, insgesamt 25 (drei Torhüter und 22 Feldspieler) sollen es am Ende in etwa werden. Besonderes Augenmerk wird dabei noch auf die Positionen Torwart, linker und Innenverteidiger, Sechser, Außenbahn und Sturm zentral gelegt. Alle Transaktionen stehen unter Aufsicht des vom Amtsgericht bestellten Sachverwalters Dr. Dirk Andres, der sich bei seinen Personalgenehmigungen (und damit auch der von Küsters) auf die schriftlich fixierten Finanzzusagen von Runge stützt.

Da das Transferfenster ja noch länger offen sei, bestehe bei den Neuverpflichtungen noch kein finaler Druck. „Wir sind mit einigen im Gespräch“, sagt Küsters, der Sportvorstand Thomas Richter (hat noch einen Hauptberuf) im sportlichen Bereich und als Ansprechpartner für die entlasten wird. Mit welchem Ziel startet der WSV in die Saison – dem möglichst vorzeitigen Klassenerhalt? „Ich denke, es ist noch zu früh, dazu etwas zu sagen. Vielleicht in zwei Wochen, wenn der ein oder andere Transfer über die Bühne gegangen ist.“