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Handball-Bundesligist BHC am Sonntag zu Gast in Magdeburg

Handball-BL: Sonntag um 16:05 Uhr : BHC hat beim Meister nichts zu verlieren

Lange genießen darf der Handball-Bundesligist Bergische HC den 32:28-Erfolg über den SC DHfK Leipzig nicht. Am Sonntag (7. Mai 2023) um 16:05 Uhr sind die Löwen beim SC Magdeburg in der GETEC-Arena zu Gast – und haben dort kaum etwas zu verlieren.

Der amtierende Deutsche Meister ist in guter Form und benötigt jeden Punkt, um für die Titelverteidigung infrage zu kommen. Das Hinspiel zwischen den beiden Teams ist gerade einen Monat her. Die nachgeholte Partie gewannen die Magdeburger in der Mitsubishi Electric Halle mit 38:34.

„Wir haben sie lange geärgert und hätten sogar gewinnen können, wenn wirklich alles gepasst hätten“, blickt Trainer Jamal Naji zurück. „So muss es natürlich auch am Sonntag sein. Wir müssen 100 Prozent erreichen, während Magdeburg ein Stück weit davon entfernt ist. Wir fahren dorthin, um die Sensation zu schaffen.“

Trotzdem habe sein Team kaum etwas zu verlieren. „Die Favoritenrolle ist klar verteilt, niemand rechnet damit, dass wir dort etwas holen“, sagt der Coach in Bezug auf das Ergebnis. Trotzdem erwartet Naji von seinem Team einen kampfstarken Auftritt – wie zuletzt gegen Leipzig. „Es ist wichtig, dass die Aufarbeitung nach der 28:38-Niederlage beim TBV Lemgo keine Eintagsfliege ist. Das soll auch in Magdeburg sichtbar sein.“

  • Szene mit Kevin Hagemann (re.).
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  • BHC-Trainer Jamal Naji.
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  • BHC-Trainer Jamal Naji (Archivbild).
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Sechs Spieltage vor Schluss steht bereits seit langem fest, dass der BHC die Klasse hält. Gleichzeitig dürfte ein europäischer Startplatz nur bei einem sensationellen Endspurt erreichbar sein. „Wie genau wir unsere Ziele definieren, halten wir intern. Wichtig ist aber, dass wir die Saison nicht ausplätschern lassen. Das wollen wir ausstrahlen“, betont der Trainer.

Freuen würde sich der 36-Jährige, wenn Arnor Gunnarsson in seinen letzten sechs Partien als aktiver Spieler vor dem Wechsel ins Trainerteam die 1.000-Tore-Marke in der 1. Bundesliga knacken würde. „Allerdings wäre es unseriös, wenn ich meine Planung danach ausrichten würde. Es wäre auch nicht in Arnors Interesse, wenn er Minuten bekommen würde, nur damit er die 1.000 vollmacht. Trotzdem wäre es toll, wenn es klappt." Aktuell steht der Rechtsaußen bei 991 Treffern.

Personell wird sich im Vergleich zum Donnerstag-Spiel wohl nichts ändern. Csaba Szücs fehlt mit Knie-Problemen, Tom Bergner befindet sich nach seiner Schulterverletzung noch im Aufbautraining. Voraussichtlich steht also derselbe 16-Mann-Kader bereit wie gegen Leipzig.

Um in Magdeburg eine Chance zu haben, dürfen die Bergischen die Zweikampfstärke der Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen lassen. „Außerdem müssen wir natürlich unbedingt das gegnerische Tempospiel unterbinden. Das sind die großen Stärken des SCM“, weiß Naji.

Der Tabellenzweite steht unter etwas größerem Druck, darf sich keinen Patzer mehr erlauben, wenn er Spitzenreiter THW Kiel noch abfangen möchte. Bei den Minuspunkten hat das Team von Bennet Wiegert aktuell zwei Zähler und ein paar Tore Rückstand.