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Handball-Bundesligist BHC am Donnerstag beim HC Erlangen gefordert

Handball-Bundesliga: Donnerstag ab 19 Uhr : Liveticker: HC Erlangen - BHC

Kaum war die Partie des Handball-Bundesligisten Bergischen HC gegen die Füchse Berlin abgepfiffen, da begann auch schon die Vorbereitung auf den HC Erlangen. Nur 48 Stunden liegen zwischen den beiden Anwürfen. Dass es bereits am Donnerstag (5. März 2020) um 19 Uhr in der Nürnberger Arena weitergeht, ist eine besondere Situation für beide Mannschaften.

„Ich bin gespannt, wie es funktioniert, schließlich müssen die Teams auf belastende Trainingseinheiten verzichten“, sagt BHC-Coach Sebastian Hinze. Immerhin zwei Mal stehen die Löwen zwischendurch auf dem Feld. Schon am Mittwoch um 11 Uhr ging es für die Truppe mit einer Einheit weiter, so dass kaum Zeit blieb, um über das 26:26 gegen die Füchse nachzudenken. „Als Sportler ist es nach dem Spielverlauf natürlich bitter, dass es bei einem Punkt geblieben ist, aber wir können so viel Positives mitnehmen. Darauf sollten wir uns konzentrieren“, sagt Hinze - und meint damit die stabile Abwehr inklusive eines guten Torhüters dahinter sowie eine über sehr weite Strecken effektive Offensive, in der es vielen Spielern gelang, Akzente zu setzen.

Beim HC Erlangen erwartet der Trainer eine völlig andere Partie. „Es fällt uns schwer, dort zu spielen“, erinnert sich Hinze zum Beispiel an die 18:26-Niederlage in der vorigen Saison. „Wenn wir dort eine Chance haben wollen, müssen wir erstmal sehen, dass wir unsere Leistung auf die Platte bringen.“ So sei sein Team in der Vergangenheit durch die Atmosphäre dort in Stress geraten. „Erlangen stellt eine Abwehr, die bereit für die Zweikämpfe ist und auch Stürmerfouls provoziert. Da müssen wir vielleicht auch mit Pfiffen leben, die wir als ungerecht empfinden könnten“, erläutert der Trainer. „Daher ist es unser höchstes Ziel, eine fokussierte, stabile Vorstellung über 60 Minuten zu bieten.“

Dann besteht die Hoffnung, dass es zu Punkten reicht. In Topform hat sich der HCE zuletzt nicht gefunden. Der 32:27-Sieg gegen HBW Balingen-Weilstetten ist der bislang einzige in diesem Jahr. Kürzlich verlor die Mannschaft zu Hause mit 23:27 gegen die Eulen Ludwigshafen - was Folgen hatte. Der gerade erst Anfang Februar als Trainer installierte Rolf Brack musste schon nach vier Spielen wieder seinen Hut nehmen und Platz machen für Michael Haaß und Kevin Schmidt. Haaß fungiert derzeit noch als Spielertrainer, wäre im Sommer aber ohnehin als neuer Coach vorgesehen gewesen.

Im ersten Spiel unter der neuen Führung unterlag der HCE mit 20:24 beim SC Magdeburg. „Das war ein guter Auftritt in Abwehr und Angriff“, findet Hinze. Der Erlanger Kader ist mit Sime Ivic, Johannes Sellin, Nico Büdel, Antonio Metzner oder Rekord-Bundesligaspieler Carsten Lichtlein ohnehin hochkarätig besetzt. In der Tabelle liegt die Mannschaft derzeit zwei Punkte hinter dem BHC und nur drei Zähler vor einem Abstiegsplatz.
Den Kampf um den Klassenerhalt will auch der BHC frühzeitig gewinnen.

Um in der Kürze der Zeit die bestmögliche Vorbereitung zu haben, trainieren die Löwen am Donnerstagmorgen noch einmal in Coburg. In der Nähe hat die Mannschaft auch übernachtet. „Mein großer Dank geht an den HSC 2000 Coburg und dessen Trainer Jan Gorr, dass er uns eine seiner Einheiten überlässt. Die Coburger haben einen gut bei uns“, sagt Hinze.

Personell sind die Möglichkeiten des Trainers geringer geworden. Sebastian Damm hat sich stark erkältet und ist nicht mitgefahren. Fraglich ist der Einsatz von Fabian Gutbrod, der im Spiel gegen die Füchse ein gegnerisches Knie abbekommen hat. Er hat sich eine starke Prellung zugezogen. „Trainieren konnte er am Mittwoch noch nicht, aber es gibt eine kleine Chance. Wir werden das nach dem Aufwärmen entscheiden“, erläutert der BHC-Coach.